Manroland ist gerettet. Vorerst zumindest. Vertreter der Stadtpolitik und Gewerkschaften haben zuletzt betont, dass die Zukunft des Druckmaschinenherstellers auch davon abhängt, wie die gesamte Branche künftig agiert. Immer wieder wurde dabei der Ruf nach einer politischen Intervention und einem runden Tisch der deutschen Druckindustrie laut. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hielt sich bislang jedoch zurück.
Der Augsburger CSU-Bundestagsabgeordnete Christian Ruck will jedoch nicht locker lassen, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte. Ruck hatte schon im Dezember ein Gespräch mit Vertretern von Manroland und dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Peter Hinze, arrangiert. Von „hilfreichen“ Gesprächen war hinterher die Rede.
Nachdem nun die Konzepte zur Fortführung der beiden Standorte Offenbach und Augsburg auf dem Tisch liegen, sollen die Gespräche fortgeführt werden, nach Möglichkeit schon in dieser Woche. Ruck ist zuversichtlich, dass auch der Wirtschaftsminister bald einlenkt. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rössler bei den bisherigen Gesprächsergebnissen nicht mitmachen wird.“
Ziel, so der Abgeordnete, sei die „Neuordnung der Branche“, möglicherweise sogar ein Zusammenschluss der drei großen deutschen Vertreter, Heidelberger Druck, Koenig & Bauer und Manroland. monik