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Freistaat soll Asylbewerberheim schließen

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Freistaat soll Asylbewerberheim schließen

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    Ist diese Unterkunft menschenwürdig? Darüber diskutiert heute der Landtag. Die Grünen haben beantragt, das Flüchtlingsheim Calmbergstraße zu schließen. Foto: wys
    Ist diese Unterkunft menschenwürdig? Darüber diskutiert heute der Landtag. Die Grünen haben beantragt, das Flüchtlingsheim Calmbergstraße zu schließen. Foto: wys Foto: wys

    Diese Asylbewerberunterkunft an der Calmbergstraße (neben dem Polizeipräsidium) soll daher geschlossen werden. Diesen Antrag der Grünen diskutiert heute der bayerische Landtag. Der Augsburger Stadtrat hatte bereits im Sommer eine Resolution mit dieser Forderung verabschiedet. Die Entscheidung wird wohl erst am späten Abend fallen. Als Alternative fordern die Grünen Unterbringung in Wohnungen. Andere Bundesländer haben gezeigt, dass das billiger kommt, weil Verwaltungs- und Unterhaltskosten wegfallen. Allein die großen Augsburger Unterkünfte Flak-Kaserne und Calmbergstraße kosten eine Million Euro im Jahr.

    Außerdem geht es heute im Landtag um die Essenspakete für Flüchtlinge. In Augsburg waren zwei Wochen lang Flüchtlinge im Hungerstreik und verweigerten die Annahme der Pakete, um gegen die Zustände in den Heimen zu protestieren - dann gaben sie auf.

    Integrationsbeirat will Wohnungsvermittler einsetzen

    Auch der Augsburger Integrationsbeirat kämpft für die Asylbewerber. Die Zustände seien zwar unterschiedlich, doch in der ehemaligen Flak-Kaserne (nahe Klinikum) brauche es dringend Verbesserungen, und die Unterkunft an der Calmbergstraße müsse geschlossen werden. Zur Entspannung der Lage in den überfüllten Heimen soll laut Integrationsbeirat eine Stelle geschaffen werden, die Asylbewerbern, die dort ausziehen dürfen, hilft, eine Wohnung zu finden.

    Der Integrationsbeirat sieht außerdem die Ausgabe von Essenspaketen als Entmündigung der Menschen an. Sie mache unselbstständig und sei hinderlich für die Integration.

    Mitglieder des Beirates hatten sich zuvor vor Ort einen Eindruck von der Situation in den Augsburger Flüchtlingsheimen gemacht. Es gibt fünf Unterkünfte, in denen zurzeit 830 Menschen leben. Die Zahlen steigen seit Monaten rasant, weil immer mehr Menschen aus Afghanistan, Irak und Somalia nach Deutschland kommen. Anfang des Jahres waren es noch 500 Asylbewerber. Augsburg beherbergt in etwa die Hälfte der Flüchtlinge, die im ganzen Regierungsbezirk Schwaben leben. Andernorts wurden sogar Unterkünfte geschlossen.

    Als Problem gilt, dass 2011 die Unterkunft in der alten Flak-Kaserne geschlossen werden muss, weil das Gelände bebaut wird. Ein Ausweichquartier wurde im Proviantbachviertel gefunden, doch die Plätze dort reichen bei Weitem nicht aus.

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