Oberbürgermeister Kurt Gribl hat "verletzende Gerüchte" über sein Privatleben mit Nachdruck zurückgewiesen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte er, er werde sich jetzt strafrechtlich gegen diese "böswillige Lügenkampagne" zur Wehr setzen.

Oberbürgermeister Kurt Gribl hat "verletzende Gerüchte" über sein Privatleben, die schon seit der letzten Wahlkampfphase in Augsburg verbreitet werden, mit Nachdruck zurückgewiesen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte er, er werde sich jetzt strafrechtlich gegen diese "böswillige Lügenkampagne" zur Wehr setzen. Hier das Interview im Wortlaut.
Dr. Gribl, in den letzten Monaten waren üble Gerüchte über Ihr Privatleben in Umlauf.
Dr. Gribl: Ja, Sie haben recht. Anfangs habe ich nichts darauf gegeben. Ich wusste, dass die Gerüchte in den zwei Wochen vor der Stichwahl gezielt und politisch motiviert gestreut wurden. Zum Teil wurden sogar Telefonketten organisiert, die diese Schmutzkampagne verbreiten sollten. Ich habe es tatsächlich nicht für möglich gehalten, dass in einem Wahlkampf zu solchen Mitteln gegriffen wird. Das war einfach nur schäbig. Rückblickend hätte ich dagegen früher vorgehen sollen. Ich dachte, mit dem Ende des Wahlkampfs würden sich diese Gerüchte totlaufen. Sie sind aber weiterhin in einer immer absurder werdenden Vielfalt im Umlauf. Das ist sehr verletzend für alle Beteiligten - vor allem für meine Familie.
Es heißt auch, Sie hätten aus einer außerehelichen Affäre ein Kind.
Dr. Gribl: Es wird sogar behauptet, ich hätte mehrere uneheliche Kinder, und das auch noch aus unterschiedlichen Verhältnissen. Sogar von Zwillingen ist die Rede. Je absurder Gerüchte werden, desto schneller verbreiten sie sich offensichtlich. Es macht mich traurig, wie viele Menschen die Gerüchte weiter getragen haben und somit Opfer dieser böswilligen Lügenkampagne wurden.
Werden Sie etwas dagegen tun?
Dr. Gribl: Ja, die Grenzen der geschützten Privatsphäre sind deutlich überschritten. Der gezielte Rufmord kann nicht mehr nur als dummes Geschwätz oder böswilliger Wahlkampf abgetan werden. Alles ist erkennbar darauf ausgerichtet, meiner Familie und mir zu schaden. Diese Dimension werde ich nicht weiter zulassen. Ich werde mit allen Mitteln meine Familie vor diesen Lügen schützen. Die erste Strafanzeige gegen einen nicht zu belehrenden Internet-Blogger ist gestellt, polizeiliche Ermittlungen sind eingeleitet.
Sicher hat darunter ihre ganze Familie zu leiden.
Dr. Gribl: Ja, es ist wirklich schlimm. Der Wahlkampf und die neue Lebenssituation durch das Amt haben uns ohnehin stark zugesetzt. Diese Situation wird von feigen und anonym agierenden Personen rücksichtslos ausgenutzt. Das muss jetzt aufhören. Wir möchten, dass unsere Privatsphäre respektiert wird. Meine Frau und ich bitten sehr offen und eindringlich, unserem Privatleben und unserer Familie die nötige Ruhe zuzugestehen, die wir jetzt brauchen. Wir werden deswegen auch zu diesem Thema keine weiteren Erklärungen abgeben und bitten, dies zu akzeptieren. (AZ)
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