Samstag, 22. November 2014

15. Dezember 2012 09:08 Uhr

Augsburg

Hier wohnen die gebildetsten Augsburger

Der Bildungsbericht offenbart, in welchem Stadtteil die gebildetsten Augsburger wohnen. Es gibt noch weitere spannende Details über die Fuggerstadt.

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Der Bildungsbericht offenbart es: Die Stadtteile Spickel und Stadtmitte haben die höchsten Anteile an Bewohnern mit akademischem Bildungsabschluss, nämlich um die 40 Prozent.
Foto: Silvio Wyszengrad

Bildungsabschlüsse Die Stadtteile Spickel und Stadtmitte haben die höchsten Anteile an Bewohnern mit akademischem Bildungsabschluss, nämlich um die 40 Prozent. Die geringsten Akademiker-Anteile weisen Stadtteile im Norden und Nordosten auf: Bärenkeller, Oberhausen, Firnhaberau und Lechhausen. Dort finden sich, zusammen mit der Hammerschmiede, auch die höchsten Anteile der Bürger, die keinen Bildungsabschluss oder Volks- bzw. Hauptschulabschluss haben.

Ausgaben für Bildung 2008 gaben die Sachaufwandsträger 2105 Euro pro Schüler aus; 2010 2490 Euro.

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Kinderschwund Es ziehen mehr Kinder unter sechs Jahren aus Augsburg weg als zu. Das „Negativ-Saldo“ schrumpft allerdings. 2008 lag es bei 280 Kindern, 2011 bei 100. Das Statistikamt hat herausgefunden, dass vor allem 25- bis 40-Jährige bzw. junge Familien abwandern. Das Negativ-Saldo ging deshalb zurück, weil mehr Kinder mit nicht-deutschem Pass zuzogen. Der Bildungsbericht vermutet: Tendenzen zur Absonderung (Segregation) nehmen in Augsburg zu. Dabei könnte auch das Image der Stadt bzw. eines Viertels als Bildungsstandort eine Rolle spielen,  heißt es.

Weniger jung Die Zahl der Kinder und Jugendlichen sinkt. So lebten zum Stichtag 31. Dezember 2011 rund 6530 Unter-Dreijährige hier, 2030 werden es fast sieben Prozent weniger sein. Am stärksten nimmt in diesem Zeitraum die Zahl der 10- bis unter 16-Jährigen ab, nämlich um 11,5 Prozent (Ist-Stand: 13 890).

Migrantenanteil Mit 48,5 Prozent hat Augsburg bayernweit die meisten Schulanfänger mit Migrationshintergrund. Kreis Aichach-Friedberg: 9, Kreis Augsburg: 17 Prozent. Der Landesschnitt ist 17 Prozent. Der Gesamtanteil der Migranten in Augsburg beträgt 42 Prozent.

Schülerschwund Die Zahl der Abc-Schützen sank in zehn Jahren um neun Prozent auf 2150. Im Kreis Aichach-Friedberg sank sie um 20,5 Prozent, im Kreis Augsburg um 25 Prozent. Bayernschnitt: minus 17,5.

Deutschkurse 60 Prozent der  Erstklässler mit Migrationshintergrund haben im Kindergarten einen Deutsch-Vorkurs besucht. 55 Prozent nehmen an weiteren Sprachbildungsmaßnahmen in der Schule teil.

Frauenanteil 94 Prozent der Grundschullehrer sind weiblich,  68 Prozent der Mittelschullehrer, 68 Prozent der Realschullehrer, 52 Prozent der Gymnasiallehrer sowie 95,5 Prozent der Mitarbeiter in der Kindertagesbetreuung von Krippe bis Hort.

Mädchen Der Bildungserfolg von Mädchen ist größer als von Jungen. Weniger verlassen die Mittelschule ohne Abschluss, mehr gehen aufs Gymnasium. An Realschulen stellen sie drei Viertel der Schüler, was jedoch am Angebot in Augsburg liegt. Allerdings wechseln vor allem Mittelschulabsolventinnen sehr oft in traditionelle Frauenberufe, die auch traditionell schlecht bezahlt sind.

Übertrittsquoten Die beste Übertrittsquote hat die Grundschule Göggingen-West, die schlechteste die Drei-Auen-Schule in Oberhausen. Schon das zeigt: Der Bildungserfolg hängt stark von Faktoren wie wirtschaftlicher und familiärer Situation sowie der sozialen Stellung der Eltern ab.

Schrumpfende Mittelschulen Die Zahl der Mittelschüler sinkt. 2006/07 waren es 5380, 2010/11 noch 4770. 53 Prozent der Mittelschüler schaffen den Quali, 39 Prozent den Hauptschulabschluss, acht Prozent gehen ohne Abschluss.

Andrang auf Realschulen Die Zahl der Realschüler stieg zwischen 2006/07 und 2010/11 um zehn Prozent. Zuletzt gab es 4190 Realschüler. Es ist die einzige Schulform, an die gleich viele Migranten und Nicht-Migranten wechseln.

Entschleunigung bei Gymnasien An Gymnasien stieg die Schülerzahl im selben Zeitraum um drei Prozent auf 10 040; damit hat sich das Wachstum im Vergleich zum Boom-Jahrzehnt davor entschleunigt.

Kitas Es werden mehr Kinder in Krippen und Kinderhäusern betreut. 2008 wurden 11,5 Prozent der Unter-Dreijährigen betreut und 89,5 Prozent der Drei- bis Unter-Sechsjährigen. 2011 lagen die Zahlen bei 19 und 90 Prozent. Allerdings sind 20 Prozent der Kinder weniger als zwei Jahre im Kindergarten, vor allem in Stadtteilen mit vielen sozial schwachen Familien. Ein mindestens zweijähriger Kindergartenbesuch gilt aber laut Bildungsbericht als notwendig, um Sprache und soziale Kompetenzen zu fördern.

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