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Prozess in Augsburg: Karlheinz Schreiber vor Gericht: Ich bin pleite

Prozess in Augsburg

Karlheinz Schreiber vor Gericht: Ich bin pleite

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    Karlheinz Schreiber
    Karlheinz Schreiber Foto: Fred Schöllhorn

    Karlheinz Schreiber und das Geld: Er fädelte millionenschwere Deals ein. Er bestach vermutlich deutsche Politiker. Er hinterzog möglicherweise Steuern in Millionenhöhe. Schreiber - ein reicher Mann? Von wegen. Am Mittwoch vor Gericht kam heraus: Der Auslöser der CDU-Schwarzgeldaffäre ist offiziell pleite.

    Der einst millionenschwere Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber muss sich seit einer Woche vor dem Augsburger Landgericht verantworten. Dabei geht es hauptsächlich um Steuerhinterziehung. Schreiber soll gegen Provision industrielle Großaufträge vermittelt haben, etwa Hubschrauber an die kanadische Küstenwache, Airbusse nach Thailand oder Spürpanzer nach Saudi-Arabien.

    Viele Millionen Mark soll Schreiber bei seinen Deals verdient haben. Zugleich soll der Waffen-Lobbyist von 1988 bis 1993 laut Anklageschrift auch 24 Millionen Mark (knapp zwölf Millionen Euro) Steuern hinterzogen haben.

    Aber wo ist das ganze Geld hin? Denn vor dem Landgericht Augsburg kam am Mittwoch heraus: Schreiber ist ganz offiziell pleite. Das geht aus dem Protokoll einer erfolglosen Pfändung vom September 2009 hervor. Schreiber erklärt darin, er habe kein Vermögen mehr außer einer Eigentumswohnung in Pontresina (Schweiz).

    Das Augsburger Finanzamt wollte mit der Pfändung bei Schreiber im Gefängnis Steuerschulden eintreiben, bestätigt Rechtsanwalt Jan Olaf Leisner. Nach Schreibers Erklärung zog der Gerichtsvollzieher unverrichteter Dinge wieder ab.

    Der Prozess gegen Schreiber vor dem Landgericht Augsburg wird kommende Woche fortgesetzt.

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