Die Ängste waren unbegründet: Die Mieter in der ehemaligen Lechhauser MAN-Wohnanlage, die wegen der Schulden eines neuen Besitzers von der Versorgung mit Wärme und Warmwasser abgeschnitten wurden (wir berichteten), müssen auch über den Mittwoch hinaus keinen neuerlichen Kälteeinbruch in ihren vier Wänden fürchten. Zunächst hatte sich der Energielieferant MVV bis zur Wochenmitte bereit erklärt, die Mietparteien weiter zu versorgen. Jetzt teilte er der AZ mit, sie auch darüber hinaus nicht vom Netz zu nehmen.
Im Raum stehen Außenstände von mehr als 80.000 Euro, die die Vermieterfirma Immo-oez aus Ehingen an der Donau nicht abgeführt hatte, obwohl die Mieter ihre Nebenkosten stets bezahlten. Mit vorsintflutlichen Mitteln waren diese gezwungen, ihre Haare zu waschen und ihre Körperpflege zu verrichten. Das heißt: Wasser wurde in Trögen per Strom erhitzt und in die Badewanne geschüttet. Jetzt scheint Bewegung in die Auseinandersetzung von Energieversorger und Immobilieneigner gekommen zu sein. Über den Stand der Gespräche wurde Stillschweigen vereinbart. (sil)