Dienstag, 24. Oktober 2017

17. Juni 2011 00:07 Uhr

Tiere

Landschaftspfleger bei der Arbeit

Juliana und Oliver Brem stellen ihre Esel für Beweidungsprojekte zur Verfügung. Derzeit sind ihre Tiere im Güterverkehrszentrum

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Camillo, Charlotte und Ludwig fressen, was ihnen schmeckt. Sie toben, wenn sie Lust dazu haben. Das war’s. Aber genau das macht sie zu wertvollen Helfern. Die Esel sind derzeit als Landschaftspfleger im Einsatz. Im Güterverkehrszentrum (GVZ) Augsburg hat man die drei Esel und acht weitere Artgenossen angeheuert, um die 1,3 Hektar großen Ausgleichsflächen zu bewirtschaften. Es ist das erste Beweidungsprojekt dieser Art in der ganzen Region.

Mit dem Hobby Geld verdienen

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Verantwortlich dafür sind Juliana und Oliver Brem aus Augsburg. Ein Teil der eingesetzten Esel gehört ihnen selbst, ein anderer dem Verein Bavarian Donkey Freaks, dem die Brems angehören. Seit 18 Jahren sind die Esel das große Hobby des Ehepaars. Künftig will es mit den Tieren einen Teil seines Lebensunterhalts verdienen. Juliana Brem – eigentlich gelernte Malerin und Lackiererin – hat den Eselgarten in Augsburg gegründet.

Neben Kutschfahrten und Wanderungen bietet sie ihre Esel auch als Unterstützung für Beweidungsprojekte an. Laut Brem sind die Tiere dafür bestens geeignet. „Mit ihren kleinen Hufen machen sie den Boden nicht kaputt“, erklärt sie. Seltene Pflanzen und Insekten verschonten die Tiere meist. Und weil die Esel auch an Büschen und Rinden gerne knabbern, könnten sie auch zugewucherte Flächen beweiden.

Im GVZ und bei der Stadt ist man begeistert von dem Projekt. „Das ist genau das, was wir gesucht haben“, sagt Armin Baur vom Amt für Grünordnung. Denn wegen der robusten Gräser und des Gehölzes auf dem Areal seien die Esel die optimalen Landschaftspfleger.

Seit zwei Monaten beweiden die Tiere die Flächen, sie grasen gemütlich an einem kleinen See hinter dem Hang. Das eingezäunte Areal ist Teil der naturschutzrechtlich erforderlichen Ausgleichsflächen, die das GVZ bereitstellen und pflegen muss. Das Eselprojekt kostet das GVZ derzeit keinen Cent. Man stellt den Brems die Weideflächen kostenlos zur Verfügung. Im Gegenzug pflegen die Esel das Areal.

Das Projekt ist vorerst auf zwei Jahre angelegt, bei Erfolg soll es fortgesetzt werden. Die vielen Spaziergänger rund um das GVZ würde es freuen. „Alle Leute sind total begeistert“, sagt Oliver Brem. Inzwischen haben Camillo und Co. richtige Fans, die die Tiere besuchen. Kein Wunder, meint Oliver Brem. „Die Tiere sind so liebenswürdig und brav.“ Füttern ist allerdings verboten. Das könnte den Eseln schaden.

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