In sechs Wochen hätten wieder weit über einhunderttausend Menschen in Augsburgs Straßen feiern sollen - und wollen. Das Maxfest war ein Aushängeschild der Stadt. Doch am Dienstag platzte die Bombe: Max11 fällt aus. Die City Initiative Augsburg als Veranstalterin begründete das mit plötzlich erhöhten Sicherheitsauflagen durch das Ordnungsreferat. Deshalb sei Max11 nicht mehr finanzierbar.
Die Absage löste eine Welle der Empörung aus. Enttäuschte Maxfest-Fans schimpften im Internet, in Blogs und Foren auf Augsburg und seine (Jugend-)Politik. Tausende verbündeten sich bei Facebook, um Mitte Juli - dann unorganisiert - doch noch in Augsburgs Straßen zu feiern. „Max reloaded“ heißt die Facebook-Gruppe mit inzwischen über 5800 Fans.
Wer an dem Max-Desaster wirklich schuld ist, bleibt derweil offen. So recht will niemand die Verantwortung für das Debakel übernehmen.
In diesen Minuten treffen CIA-Chef Heinz Stinglwagner und Augsburgs Oberbürgermeister Kurz Gribl (CSU) zu einem Krisengespräch zusammen, um über den Fall Max11 zu beraten. Dabei dürfte es auch ums liebe Geld gehen. Denn Kosten werden auch trotz der Absage auf die CIA beziehungsweise die Stadt zukommen: Sicherheitspersonal war bereits gebucht, Technik für die Dauer des Festes bestellt. „Es werden sicherlich Regressansprüche auf uns zukommen“, hatte Stinglwagner bereits Mitte der Woche bestätigt - und angekündigt, sich an die Stadt zu wenden. „Schließlich haben wir das Fest nicht fahrlässig oder leichtfüßig abgesagt“, sagt er. bo