Die Augsburger dürfen den Namen für die neue Spielstätte mit auswählen: Sie können Vorschläge an unsere Zeitung schicken, über die dann eine Fachjury diskutiert. Von Nicole Prestle

Im Online-Forum der AugsburgerAllgemeinen werden schon seit Tagen mögliche Namen für die neue Spielstätte des Theaters diskutiert. Zur Debatte stehen Begriffe wie „Schauspielhaus Augsburg“, „CfS“ (Container fürs Stadttheater), „Comedia nuova“ oder „BLech“ (Bühne am Lech).
Kulturausschuss und Theaterleitung entschieden sich am Montag, die Ideen der Bürger in die Namensfindung einfließen zu lassen. Ein Gremium, in dem unter anderem Vertreter der Fraktionen, des Theaters und der Theaterfreunde sitzen sollen, wird sich dann Mitte Februar darüber unterhalten, wie die zweite Spielstätte neben dem Großen Haus benannt werden soll.
Intendantin Juliane Votteler hatte sich in der Sitzung des Ausschusses am Montag bereits für einen Namen starkgemacht: Sie würde die Spielstätte gerne b-box nennen. Das „b“ beziehe sich auf Bert Brecht, mit dem Begriff „Box“ arbeiteten laut Votteler viele Theater, die in Übergangsspielstätten untergebracht sind. Auch Begriffe wie „Kiste“ oder „Kammer“ seien zunächst diskutiert worden. „Man sollte aber darauf achten, den Namen nicht zu sehr aufs Schauspiel zu konzentrieren, da im neuen Haus alle Sparten vertreten sein werden.“
Der Stadtjugendring hat schon einen b-box
Eine b-box gibt es in Augsburg schon: Der Sport- und Spieletreff gehört dem Stadtjugendring und steht auf dem Gelände der Herrenbach-Schule. SJR-Vorsitzender Raphael Brandmiller hätte gegen die Namensgleichheit nichts einzuwenden – im Gegenteil: „Das ist doch lustig.“
Einen ganz ähnlichen Vorschlag machte unabhängig davon unser Leser Heinz Grossmann – er ist für Brecht-Box. Seine Stimme könnte gehört werden, denn der Kulturausschuss war am Montag mehrheitlich der Meinung, dass auch die Politik und die Bürger an der Suche beteiligt sein sollten. Immerhin sei auch die Diskussion um den Bau monatelang öffentlich ausgetragen worden. Gefragt sind deshalb bis Mitte Februar alle, die entsprechende Vorschläge für einen Namen haben. Diese werden gesammelt und später von einer Expertenrunde diskutiert.
Votteler ist es wichtig, dass die Entscheidung so schnell wie möglich fällt: Mitte Mai ist Augsburg Gastgeber für die Bayerischen Theatertage. „In den Broschüren und auch in unserem eigenen Spielplan für die nächste Spielzeit wollen wir bereits mit dem endgültigen Namen arbeiten.“ Bei einigen Kulturstadträten eckte sie mit dieser Meinung an. Man wolle sich zeitlich „nicht unter Druck setzen lassen“.
Kulturreferent Peter Grab appellierte an alle Beteiligten, „dass bei der Namensfindung am Ende nichts Kleines herauskommt“. Augsburg müsse als Stadt ihr Selbstbewusstsein zeigen und einen entsprechenden Namen wählen. Dem Vorschlag, dass Brecht eine Rolle spielen soll, könne er viel abgewinnen.
Wie die AZ-Leser mitmachen können
AZ-Leser, die Namensvorschläge für die Übergangsspielstätte haben, können diese an die AZ-Lokalredaktion schicken. Von dort werden sie dann an das Expertengremium weitergeleitet.
Ideen bitte per Mail oder schriftlich unter dem Betreff „Theater“ an: lokales@augsburger-allgemeine.de bzw. Augsburger Allgemeine, Maximilianstraße 3, 86150 Augsburg. Einsendeschluss ist der 10. Februar, das Expertenteam trifft sich am 16. Februar.
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