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Nürnberg-Pendler sammeln Unterschriften

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Nürnberg-Pendler sammeln Unterschriften

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    Rund 40 Pendler protestierten gegen den neuen Fahrplan der Deutschen Bahn. Grund: Der wichtigste Zug um 7.18 Uhr fällt weg. Foto: Kaya
    Rund 40 Pendler protestierten gegen den neuen Fahrplan der Deutschen Bahn. Grund: Der wichtigste Zug um 7.18 Uhr fällt weg. Foto: Kaya Foto: Kaya

    Grund: Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember streicht der Freistaat täglich von den bisher vier Allgäu-Franken-Express-Zügen zwei Züge je Richtung (wir berichteten). Passagiere müssen in den ICE umsteigen. Der ist aber nicht nur teurer, sondern fährt nach Aussage der Pendler auch zu ungünstigen Zeiten. Hauptproblem für die Pendler ist der ersatzlose Wegfall des AFEX um 7.18 Uhr ab Augsburg Hauptbahnhof. "Dieser Zug wird von sehr vielen genutzt", so Dorn. Jetzt klaffe bei den Direktverbindungen eine große Lücke zwischen 5.32 Uhr und 7.43 Uhr.

    Den gestrichenen AFEX, der ab Augsburg nur eine Stunde nach Nürnberg braucht, nutzte auch Klaus Winkelmaier. Er stieg in Donauwörth zu. Jetzt ist er ratlos. "Wir haben keine große Wahl, entweder wir mutieren alle zu Extrem-Frühaufstehern oder wir gönnen uns ein ausgiebiges Frühstück und sind erst ab 10 im Büro". Beides sei inakzeptabel.

    Ein noch größeres Problem mit den Direktverbindungen hat, wer um 8 Uhr in Nürnberg sein muss. Man konnte bisher wählen zwischen dem AFEX um 5.21 Uhr, der um 7.17 Uhr ankam, und dem ICE um 6.15 Uhr, der um 7.27 Uhr ankam. Was jetzt? Lediglich ein ICE um 5.11 Uhr oder um 5.32 Uhr.

    Auch Dieter Stegner aus dem Univiertel muss früher aufstehen. Noch schwieriger ist jedoch, dass er es nur mit Glück zum Zug um 5.34 Uhr schaffen kann. Denn mit der ersten Straßenbahn kommt er planmäßig um 5.27 Uhr am Bahnhof an. Er hat dann also knapp fünf Minuten, um es in den Zug zu schaffen. Etliche Mitarbeiter von Eurocopter, die nach Donauwörth pendeln, sind ebenfalls frustriert. "Wir stehen früher auf und kommen später an", sagt Andreas Sallinger.

    Unterstützung erhalten die Pendler parteiübergreifend aus der Politik. Bei der Protestaktion dabei waren die Abgeordneten Harald Güller (SPD), Heinz Paula (SPD), Linus Förster (SPD) und Christine Kamm (Grüne). "Eine Milliarde Euro Zuschuss erhält der Freistaat jährlich vom Bund, damit er den Menschen zumutbare Verbindungen stellt", betont Paula.

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