Gerhard Schmid, im Bezirksvorstand für Migration zuständig, hatte den Beirat als „politisch gefährlich“ bezeichnet (AZ berichtete). Gribl: „Diese Behauptung ist unzutreffend.“ Er wirft Schmid vor, „auf unverantwortliche Art und Weise zu zündeln“.
In Pressemitteilungen habe dieser populistische Klischees verwendet und die Integration und einige ihrer Protagonisten in Augsburg als naiv abgekanzelt. Gribl: „Das weise ich als unberechtigt zurück.“ Integrationspolitik in Augsburg basiere nicht nur auf dem Integrationsbeirat, sondern auf einem ganzen Netzwerk, zu dem unter anderem Stadtteilmütter, Interkulturelle Akademie und Islamforum gehören. „Diese Integrationspolitik trägt maßgeblich zum sozialen Frieden in unserer Stadt bei.“
Gleichzeitig nimmt das Stadtoberhaupt Stellung zu den Geschehnissen und Streitigkeiten rund um den Beirat. Seiner Aufgabe, beratend und gestaltend zur Integration beizutragen, sei er „im Rahmen seiner früheren Tätigkeit“ auch nachgekommen. Jetzt aber müsse seine Konzeption, Zusammensetzung und Handlungsweise überdacht werden. Dies solle zunächst intern vonstattengehen. Streichen, wie Schmid es fordert, dürfe man das Gremium keinesfalls.
Der OB betont aber, dass der Integrationsbeirat ebenso wie städtische Veranstaltungen, Gebäude und Einrichtungen nicht Plattform für parteipolitische Auseinandersetzungen sein dürfe. Wie berichtet, gab es Ärger um den deutsch-türkischen Festakt im Rathaus und zuvor schon um eine Demonstration, bei der Türken Nationalfahnen am Perlach hissten.