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Ruck nennt von Hohenhau "einen schlechten Verlierer"

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Ruck nennt von Hohenhau "einen schlechten Verlierer"

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    Ruck nennt von Hohenhau "einen schlechten Verlierer"
    Ruck nennt von Hohenhau "einen schlechten Verlierer"

    Wie zuletzt berichtet, hatte der Bund der Steuerzahler die Kosten für den Umbau des Augsburger Bahnhofs angeprangert und damit auch den verkehrspolitischen Kurs von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) infrage gestellt.

    "Zu keinem Zeitpunkt in einem so miserablen Zustand"

    Weitaus härter fällt dagegen eine parteiinterne Abrechnung aus. In einem mehrseitigen Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt, greift von Hohenhau, der seit 35 Jahren CSU-Mitglied ist, den Vorsitzenden Ruck massiv an. "Zu keinem Zeitpunkt war die CSU Augsburg in einem so miserablen Zustand wie seit der Übernahme der Führungsverantwortung durch Dich. Anstatt die Kräfte zu bündeln und die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen, lässt Du einen nachhaltigen Spaltungsprozess zu."

    Darüber hinaus setzt sich von Hohenhau mit mehreren parteiinternen Vorgängen auseinander, die aus seiner Sicht schief laufen. Von Beleidigungen wird gesprochen, von "übelsten Verleumdungen" und "ehrenrührigen Handlungen".

    Zugleich attackiert von Hohenhau den Kurs der CSU-geführten Stadtregierung beim Königsplatz. Er spricht von einer "Basta-Politik". Darum unterstütze die Neue Augsburger Mitte (NAM), deren Vorsitzender von Hohenhau ist, jetzt das Tunnelbegehren.

    Warum gibt es zum jetzigen Zeitpunkt diesen Frontalangriff des CSU-Politikers, der sich mit den eigenen Leuten so massiv anlegt? Darüber wird spekuliert. Ruck hält sich bedeckt.

    Von Hohenhau hat jedenfalls mit seinem Schreiben auf einen Brief von Ruck geantwortet. Über dessen Inhalt ist zu erfahren, dass Ruck seinen Parteikollegen zur Räson gerufen habe. Demnach soll von Hohenhau zuvor bei einer Vorstandssitzung im Kreisverband West getobt haben, als er sich mit seinem Kurs in der Verkehrspolitik nicht habe durchsetzen können.

    Ruck äußerte sich dazu gestern nicht im Detail. Er sagt aber auch: "Von Hohenhau ist beim Einstecken offensichtlich viel dünnhäutiger, als wenn er selber austeilt." Zu den Angriffen auf die eigene Person hielt sich Ruck eher zurück. "Ja, ich will die Partei neu aufstellen, aber eben ohne Intrigen." Aus dem Umfeld des Vorsitzenden heißt es, dass Ruck so kurz vor dem Bürgerentscheid "kein weiteres Öl ins Feuer gießen will".

    Inhaltlich nimmt Ruck, der gestern in Berlin war, dagegen zur aktuellen Debatte um den Königsplatz und die Mobilitätsdrehscheibe Stellung: "Wir haben klare Beschlüsse in der Partei und in der Stadtratsfraktion, die das Ratsbegehren mittragen."

    Die CSU hat vor drei Jahren beim Bürgerentscheid zum Königsplatz noch mit dem Slogan "Tunnel statt Chaos" geworben. Jetzt lehnt sie unter OB Gribl den Tunnel ab. Diesen Kurswechsel verstehen nicht alle in der Partei.

    Parteichef vermittelt Botschaft vor Bürgerentscheid

    Auch an deren Adresse geht die aktuelle Aussage von Ruck, die im CSU-Flugblatt zum Bürgerentscheid vermittelt wird: "Auch die Augsburger CSU hat für einen Tunnel geworben. Aber: Der vom Bürgerentscheid 2007 geforderte Ideenwettbewerb hat einen glänzenden Siegerentwurf hervorgebracht, der es möglich macht, dass der Kö auch ohne Tunnel sicher und autofrei wird. Der Augsburger Stadtrat - und mit ihm die CSU-Fraktion - hat sich parteiübergreifend für diesen Entwurf ausgesprochen."

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