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Augsburg: So sicher ist Ihr Stadtteil

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So sicher ist Ihr Stadtteil

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    Die Innenstadt ist laut Statistik der Augsburger Stadtteil, in dem am meisten Straftaten passieren.
    Die Innenstadt ist laut Statistik der Augsburger Stadtteil, in dem am meisten Straftaten passieren. Foto: Silvio Wyszengrad (Archiv)

    Die meisten Straftaten ereignen sich in der Innenstadt, die wenigsten in Siebenbrunn. Über die Kriminalität in den Augsburger Stadtteilen gibt jetzt erstmals eine Aufstellung Auskunft, die das städtische Statistikamt erstellt hat. Für alle 41 Stadtbezirke ist aufgelistet, wie viele Straftaten es dort pro Jahr gibt – und wie viele mutmaßliche Täter dort wohnen.

    Wo gibt es am meisten Kriminalität?

    Am stärksten ist die Innenstadt von Delikten betroffen (siehe Grafik). Das überrascht aber nicht, weil hier viele Menschen zusammenkommen. Vom Ladendiebstahl bis zur Schlägerei im Nachtleben kann hier am meisten passieren. Zudem spielen bei den Zahlen (Durchschnittswerte aus den Jahren 2010 und 2011) Schwarzfahrten mit Bus und Tram eine große Rolle. Das trifft besonders auf die Innenstadt zu, wo alle Linien zusammenlaufen. Rund um den Kö wurden mit 1200 Fällen mehr als dreimal so viele Schwarzfahrten registriert wie in allen anderen Bezirken.

    Relativ stark mit Straftaten belastet sind auch Kriegshaber und Oberhausen. Am wenigsten Straftaten wurden in Siebenbrunn verzeichnet (sechs pro Jahr).

    Bei den Körperverletzungen liegt die Innenstadt ganz vorne, gefolgt von Lechhausen, Oberhausen und Kriegshaber. Über das Risiko, als Passant oder Anwohner Opfer einer solchen Straftat zu werden, sagt dies konkret allerdings wenig aus. Entscheidend ist auch, in welchem sozialen Umfeld man sich bewegt, und zwar unabhängig vom Stadtteil.

    Nicht berücksichtigt ist in der Statistik die Einwohnerzahl der Viertel. Die Häufigkeitsziffer – also wie viele Straftaten auf 100000 Bewohner kommen – steht nur für die Gesamtstadt fest: Laut Polizei liegt sie bei 8613 Fällen pro 100000 Bürger. Im deutschlandweiten Vergleich steht Augsburg damit gut da.

    In unserer Karte sind nicht alle 41 Stadtbezirke abgebildet, sie wurden zu Stadtteilen zusammengefasst. Allerdings gibt es innerhalb von Stadtteilen deutliche Unterschiede, etwa in Göggingen, Haunstetten oder im Bereich Herrenbach/Spickel.

    Die Grafik zeigt die Anzahl der Straftaten pro Jahr und Stadtteil.
    Die Grafik zeigt die Anzahl der Straftaten pro Jahr und Stadtteil.

    Wo leben die meisten Tatverdächtigen?

    Die meisten Tatverdächtigen wohnen laut Statistik in Oberhausen. Eine Erklärung dürfte die soziale Struktur im Stadtteil sein – Arbeitslosen- und Verschuldungsquote sind dort höher, das Bildungsniveau niedriger. Eine Rolle spielt auch, dass der Anteil der 18- bis 30-Jährigen relativ hoch ist.

    Die Detailstatistik der Stadt finden Sie hier.

    Bei jungen Männern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Gesetz in Konflikt kommen, aus allen Bevölkerungsgruppen am höchsten. Am wenigsten Tatverdächtige wohnen in Bergheim, im Neubaugebiet an der Friedrich-Ebert-Straße, Inningen und der Firnhaberau. Auffällig: Meist schlagen die Täter auch in ihrem Stadtteil zu. Ausnahme ist die Innenstadt.

    Wie sicher empfinden die Augsburger ihre Stadt?

    Insgesamt geben die Augsburger ihrer Stadt gute Noten. Das ist sowohl aus dem kürzlich vorgestellten „Wohlfühlatlas“ der Uni Augsburg als auch aus der städtischen Bürgerumfrage von 2011 ersichtlich. Tagsüber fühlen sich die Bürger in der Gesamtstadt „sehr sicher“ oder „eher sicher“. Nachts fällt dieser Wert auf „eher sicher“. Je nach Stadtviertel weichen die Bewertungen – besonders nachts – ab. In Bergheim fühlen sich die Bürger tagsüber und nachts sehr sicher. Oberhausen-Süd bildet hingegen das Schlusslicht. Tagsüber fühlen sich die Bürger „eher sicher“, nachts hingegen „eher unsicher“.

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