Inwieweit es für Radfahrer nun problematischer wird, durch den Winter zu kommen, hängt davon ab, wann und ob es im Tagesverlauf nach dem ersten Räumgang noch schneit. "Wir haben bisher mehr getan, als gesetzlich vorgeschrieben war", verteidigt Umweltreferent Rainer Schaal (CSU) die Maßnahme. Augsburg räume nun gleich häufig wie etwa München. Die angespannte Haushaltslage lasse aber wenig Spielraum.
Weitere 150 000 Euro sollen durch eine Umstellung des Betriebskonzepts bei den großen Räum-Lkw zustande kommen. Während es früher jeweils eigene Lkw fürs Räumen und Streuen gab, wurde in den vergangenen Jahren bei Neuanschaffungen darauf geachtet, dass die Laster beides können. So sind weniger Lkw und weniger Personal nötig.
An dieser Organisationsstruktur wurde nun weiter getüftelt. Künftig fahren die Räum- und Streu-Lkw auf großen Straßen nicht mehr im Dreier-Verbund, sondern im Zweier-Zug. Für die Autofahrer solle sich an der Qualität des Räumdienstes nichts ändern, versichert Schaal.
Aktuell liegen im städtischen Salzlager je 3000 Tonnen Splitt und Salz. "Wenn es ein harter Winter wird, kommen wir damit nicht durch, aber wir kaufen nach", so Schaal. Im vergangenen Jahr hatten die Preise bundesweit so stark angezogen, dass die Stadt ein Splitt-Salz-Gemisch verwendete. Dies soll heuer nicht passieren, wenngleich Schaal sagt, dass es umweltpolitisch geboten sei, so wenig Salz wie möglich zu verwenden.
Im vergangenen Winter schlug der Winterdienst mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. Wegen des harten Winters war das laut Schaal eine Million mehr als sonst.