171 Autos und 35 Lkw waren in die Massenkarambolage auf der A8 zwischen Augsburg und Friedberg verwickelt. In dem Chaos zwischen Verletzten und Blechschäden war auch ein Schutzengel unterwegs.



Die Aufräumarbeiten auf der A8 sind nach dem schweren Unfall am Freitagmorgen noch immer in vollem Gange. Die Polizei schätzt, dass die Autobahn in Richtung München noch bis Freitag Nachmittag komplett gesperrt sein wird.
Dichter Nebel und vermutlich auch Eisglätte zwischen Augsburg und Friedberg hatten gegen 7.15 Uhr ein ein Kilometer langes "Schlachtfeld" verursacht, wie Friedhelm Bechtel von der Augsburger Berufsfeuerwehr sagte. Die Bilanz der Rettungskräfte: 60 Menschen hatten leichte Blessuren, 19 wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, eine Person erlitt schwere Verletzungen. Insgesamt waren 110 Feuerwehrleute und 60 Rettungsdienste im Einsatz. Ein Fahrer hatte besonderes Glück.
Im Führerhaus seines Lastwagens steckt der Auflader eines anderen - der Fahrer hatte Glück im Unglück. Er musste ins Krankenhaus, war aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der hatte einen Schutzengel dabei, meinte ein Sanitäter. Ein Beifahrer hätte in dem Lkw keine Chance gehabt.
Der Leitende Notarzt Wilfried Kranke sagte: "Wir haben unglaubliches Glück gehabt, dass bei so einem riesigen Unfall verhältnismäßig wenig passiert ist." Auch das Wetter hat den Helfern in die Karten gespielt, denn bei Schneefall wären sie viel schlechter an die Verletzten herangekommen und hätten sie auch nicht so schnell so gut versorgen können. Insgesamt 179 Menschen wurden von den Rettungskräften betreut und bekamen auch Decken und Tee.
Um den Überblick nicht zu verlieren, hatten die Helfer jedem Beteiligten ein Schild gegeben, auf dem die Adresse und unter Umständen auch leichte Verletzungen verzeichnet worden waren. (cor/jöh/nas)
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