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25. Januar 2012 07:29 Uhr

Augsburger Polizistenmord

Waffenlager: Tochter des mutmaßlichen Mörders redet

Der Keller der Tochter diente ihrem Vater Raimund und ihrem Onkel Rudi R. wohl als Waffendepot. Gegenüber der Polizei hat die Frau jetzt das Schweigen gebrochen.

Eine Kiste mit Sturmgewehren, Pistolen und Handgranaten wurde ihr zum Verhängnis. Seit voriger Woche sitzt eine 31-jährige Frau aus dem Raum Augsburg in Untersuchungshaft – es ist die Tochter von Raimund M. , einem der beiden mordverdächtigen Brüder im Fall des Augsburger Polizistenmordes. Die Kiste mit Waffen und Sprengstoff stand bei der Frau im Keller. Zuerst schwieg die Tochter, nun hat sie sich gegenüber den Ermittlern geäußert. Sie habe nichts von den Waffen gewusst und sie erst kürzlich entdeckt, sagte sie aus.

Genetischer Fingerabdruck der 31-Jährigen

Der Keller der Tochter diente ihrem Vater Raimund und ihrem Onkel Rudi R. (56) wohl als Waffendepot. Auch anderswo hatten die Brüder Waffen versteckt, etwa auf dem Bauernhof eines Schwagers in Friedberg. Für die Tochter ist die Situation aber besonders schwierig. Denn zumindest auf einer der Waffen fanden die Ermittler einen genetischen Fingerabdruck der 31-Jährigen. Das legte den Verdacht nahe, dass die Tochter vom Waffenversteck wusste. Das hat sie nach Informationen unserer Zeitung jetzt auch eingeräumt. Die Frau gab aber an, die Kriegswaffen erst zwei oder drei Tage nach der Verhaftung des Vaters gefunden zu haben. Zur Polizei ging sie deshalb nicht.

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Doch wenige Tage später rückte ohnehin die Polizei an, durchsuchte das Haus und wurde fündig. Der Fund galt sofort als brisant: Denn unter den Waffen, die im Keller der Tochter lagen, sind auch drei Kalaschnikow-Sturmgewehre. Aus einem Gewehr dieses Typs wurden vermutlich tödliche Schüsse auf den Polizisten Mathias Vieth (41) abgefeuert. Ob eine der drei Kalaschnikows die Tatwaffe ist, blieb bislang aber ungeklärt.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Tochter keine Beteiligung an dem Mord vor. Es geht um illegalen Waffenbesitz und um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Trotz ihrer Aussage bleibt die Tochter derzeit weiter in Untersuchungshaft.

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