Der Konzern teilte am Montag den Umsatz mit. Vor einem Jahr waren es im meist schwachen Startquartal noch 451.000 Euro Verlust gewesen. Der Umsatz wuchs allerdings um 5,2 Prozent auf 66,7 Millionen Euro, vor allem dank eines noch recht hohen Auftragsbestands.
Konzern will Teile der Produktion nach Tschechien verlagern
Dennoch hat das Unternehmen weiter mit Problemen zu kämpfen: Der Markt für Waschanlagen hat sich nach den Einbrüchen der jüngsten Krise 2009 nicht grundlegend erholt, in allen Regionen macht eine verhaltene Nachfrage den Augsburgern zu schaffen. Um Kosten zu senken, will der Konzern Teile der Produktion nach Tschechien verlagern, konnte sich bisher aber nicht mit dem Betriebsrat einigen.
"Angesichts unverändert schwieriger Rahmenbedingungen können wir mit dem Verlauf des ersten Quartals durchaus zufrieden sein, auch wenn kein Grund zur Euphorie besteht", sagte Finanzvorstand Houman Khorram laut Mitteilung. Trotz aller wirtschaftlichen Risiken erwartet WashTec in der zweiten Hälfte bessere Geschäfte und ein leichtes Umsatzplatz. Allerdings schließt der Konzern nicht aus, dass etwa Anpassungen auf dem schwachen US-Markt noch Geld kosten werden.
Diskussion um Verlegung von 63 Augsburger Arbeitsplätzen
Der Konzern arbeitet seit längerem daran, in China zuzulegen. Allerdings dürfte auch der Wettbewerb schärfer werden. Kunden des Konzerns sind vor allem Tankstellenbetreiber wie Mineralölfirmen, um die nur wenige Hersteller buhlen, wie die deutsche Otto Christ AG oder die italienische Ceccato. WashTec hat rund 1600 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer.
Noch immer ist nicht klar, ob die Stellen aus Augsburg in das Werk nach Tschechien verlagert werden. In der aktuellen Diskussion geht es um 63 Arbeitsplätze, die die Verantwortlichen dem tschechischen Standort zuschlagen wollen. Vorstandssprecher Krüger stellte klar, dass Augsburg auch künftig der „Kopf der Entwicklung und der Produktion“ bleiben soll. AZ/dpa