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Absage: Weihnachtsmarkt des Handwerks steht vor dem Aus

Absage

Weihnachtsmarkt des Handwerks steht vor dem Aus

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    Konditormeister Johannes Felkel stellt auf dem Weihnachtsmarkt der Handwerker einen Baumkuchen her. Die nächsten beiden Adventssonntage gibt es diesen Markt noch.
    Konditormeister Johannes Felkel stellt auf dem Weihnachtsmarkt der Handwerker einen Baumkuchen her. Die nächsten beiden Adventssonntage gibt es diesen Markt noch. Foto: Foto: Fred Schöllhorn

    Er gilt als einer der ganz besonderen Weihnachtsmärkte in Augsburg: Der Handwerkerweihnachtsmarkt ist eingebettet in das wunderschöne Ambiente des Brunnenmeisterhofs beim Handwerkermuseum, die Buden sind liebevoll gestaltet. Klein, aber fein, heißt das Motto. 13 Stände sind es bei der 23. Auflage des Marktes, der am gestrigen Sonntag eröffnete. In den Eröffnungsreden wurde gerade dieses fast schon einmalige Flair hervorgehoben, doch eine Fortsetzung des Marktes wird es 2012 nicht geben.

    Offiziell kam den Organisatoren darüber kein Wort über die Lippen, doch am Rande der Eröffnung bestätigte Kreishandwerksmeister Thomas Maier entsprechende Informationen unserer Zeitung: „Ja, es stimmt. Es ist definitiv der letzte Markt.“

    Seit Beginn des Marktes hat sich die Kreishandwerkerschaft um die Organisation gekümmert, sagt Maier, aber jetzt hätten sich die Voraussetzungen leider geändert: „Es machen immer weniger Innungen mit. Unter diesen Bedingungen kann es nicht weitergehen.“ Maier betont, dass es keine einsame Entscheidung von ihm sei: „Es gibt einen fast einstimmigen Vorstandsbeschluss der Innung, dass wir aufgeben.“

    Präsident der Kammer bedauert die Entscheidung

    Der Handwerkskammer, der das Areal gehört, sei dieser Beschluss auch bereits mitgeteilt worden. Jürgen Schmid, Präsident der Kammer, sieht jedenfalls kaum noch Hoffnung, dass sich am Aus des Marktes noch etwas ändern werde: „Der Markt stand immer unter der Führung der Kreishandwerkerschaft.“ Die Kammer könne keineswegs als Organisator einsteigen. „Natürlich ist es sehr bedauerlich, dass bald alles vorbei ist. Wenn aber die Kreishandwerkerschaft keine Handwerker mehr herbekommt, macht es auch keinen Sinn.“ Einen Weihnachtsmarkt mit „fliegenden Händlern“ werde es nicht geben.

    Kulturreferent Grab spricht von einem Verlust für die Stadt

    Bürgermeister Peter Grab, der in seiner Rede noch ein Loblied auf den Markt angestimmt hatte („Ein zauberhafter Hof mit einer märchenhaften Atmosphäre“) erfuhr erst im Anschluss daran, dass es quasi eine Abschiedsrede gewesen sei. Grab war betroffen: „Das Aus des Marktes ist ein Verlust für die Stadt.“

    Bei den Marktbeschickern kam gestern Wehmut auf. Hobby-Kerbschnitzer Walter Kraus aus Augsburg ist seit vielen Jahren dabei: „Es ist schade um die Gemeinschaft. Wir Beschicker waren immer so etwas wie eine Familie.“

    Der Abschied naht – noch zweimal hat der Handwerkerweihnachtsmarkt geöffnet. An den Adventssonntagen, 11. und 18. Dezember, kehrt im Brunnenmeisterhof zwischen 11 und 19 Uhr weihnachtliche Stimmung ein.

    Zu sehen ist dann auch eine handgemachte Krippe, die von Schülern der Rudolf-Diesel-Realschule im Unterricht angefertigt wurde. Sie wird am Sonntag, 18. Dezember, zugunsten der Kartei der Not versteigert.

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