Im Hof des Handwerkermuseums im Ulrichsviertel verkauft er mit seiner Tochter Ursula Werner Kästchen, Kreisel, kleine grüne Tannenbäume und Teller. Die über 100 Kunstschätze am Stand des gebürtigen Znaimers (Tschechien) sind fast alle aus Holz - und in liebevoller Arbeit selbst gemacht.
In Millimeterarbeit hat Stromer, der seit 56 Jahren in Augsburg lebt und werkelt, verschiedene Holzschichten aus Linde, Eiche oder Pappel geleimt. Der vielseitige Handwerker nennt sich offiziell "Intarsienschneider", aber er ist auch gelernter Schreiner. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er aus seinem Hobby einen Beruf. Seitdem sägt, schnitzt und leimt er und verkauft die hölzernen Kunstwerke an Kunden aus der Schweiz, England und sogar Japan. Dabei geht er auf Wünsche ein. "Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", sagt die Tochter. Man brauche nur ein Motiv mitbringen und er mache daraus einen Kunstschatz.
Einmal hat ein Kunde ein Holzbild mit Büffelmotiv bestellt. Da ist Stromer in den Zoo gegangen, um einen Büffel zu fotografieren. Aber der Büffel habe ihm nur das Hinterteil entgegengestreckt, erzählt er. Am Ende griff Stromer auf ein Bilderbuch zurück. "Eine gewisse Übung und Geduld gehören dazu", sagt er über sein Handwerk. Für einen Engel aus Lindenholz brauche er schon mal mehrere Stunden.
Handwerkerweihnacht Der Weihnachtsmarkt der Handwerker wurde dieses Wochenende eröffnet und läuft noch an den kommenden beiden Sonntagen, jeweils von 11 bis 19 Uhr.
Bei uns im Internet
Fotos von der Handwerkerweihnacht augsburger-allgemeine.de/bilder