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Wildwasser-Rennsport: Die WM von A bis Z

Wildwasser-Rennsport

Die WM von A bis Z

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    Kunst trifft Sport: Istvan Nemeth (links) und Nathalie Böck organisieren die Tanzvorführung bei der Eröffnungsfeier, Ex-Weltmeister Dörfler ist für das Boatercross zuständig.
    Kunst trifft Sport: Istvan Nemeth (links) und Nathalie Böck organisieren die Tanzvorführung bei der Eröffnungsfeier, Ex-Weltmeister Dörfler ist für das Boatercross zuständig. Foto: Foto: Ulrich Wagner

    Ausrichter Kanu Schwaben – organisatorisch eine Abteilung des TSV 1847 – gilt als erfolgreichster Kanuverein der Welt. Die Sprint-WM am Wochenende ist die vierte WM in Augsburg – nach den Slalom-Titelkämpfen 1957, 1985 und 2003.

    Boatercrossheißt die spektakuläre Disziplin im Rahmenprogramm mit dem Start von einer Rampe und vier Fahrern im direkten Vergleich. Organisator ist der frühere Slalom-Weltmeister Fabian Dörfler.

    Canadier ist eine der Bootskategorien, in der WM-Medaillen vergeben werden. Wichtigstes Merkmal: Die Fahrer knien und benutzen Stechpaddel.

    Deutschland schickt 17 Teilnehmer ins Rennen: Je vier im Kajak-Einer (Männer und Frauen), vier im Canadier-Einer, sechs im Canadier-Zweier und eine Frau im Canadier-Einer. Normen Weber (Schwaben) fährt Einer und Zweier.

    Eröffnungsfeier Am Freitag um 16.30 Uhr marschieren die Teilnehmer ein. Nach den Ansprachen zeigt das Dance Center No.1 eine Tanz- und Ballettshow. Anschließend können Besucher das Fahrerlager im historischen Wasserwerk sowie das Kanumuseum besuchen.

    Familien bekommen nicht nur Kanu-Weltklasse geboten, die Kinder können sich auf der Hüpfburg, an der Kletterwand oder bei Bootsfahrten auf der Jugendstrecke vergnügen.

    Gewinner Die deutsche Mannschaft war bereits bei der Europameisterschaft im serbischen Kraljevo sehr erfolgreich: dreimal Gold, fünfmal Silber, siebenmal Bronze.

    Hindernisse Der Eiskanal hat speziell geformte Betoneinbauten, die Kanuten zu ungewöhnlichen Spitznamen verleiteten. Sie kurven durch die „Waschmaschine“, am „Moby Dick“ vorbei und meistern auch die „Lockenwickler“.

    International Für die WM haben 132 Bootsbesatzungen aus fünf Kontinenten gemeldet.

    JubiläumVor 40 Jahren wurde der künstliche Eiskanal erbaut – ein Jahr vor den Olympischen Spielen. Die erste Testfahrt unternahm Exweltmeister Karl-Heinz Englet, einer der WM-Organisatoren 2011.

    Kajak Die Bootskategorie mit der höchsten Geschwindigkeit. Die Männer erreichen in Augsburg Zeiten unter 100 Sekunden.

    Lech Der Fluss fiel dieses Jahr als Wasserlieferant häufig aus. Erst die Regenfälle in der vergangenen Woche machten die Notpläne der Organisatoren überflüssig.

    Mannschaften Mit den Teamwettbewerben werden die Titelkämpfe am Montag abgeschlossen. „Die Einzelrennen sind wichtiger, aber es ist besonders schön, gemeinsam zu siegen“, sagt Sabine Füßer (Schwaben).

    Nationen Kanuten aus 20 Ländern starten in Augsburg.

    Olympia Im Gegensatz zum Slalom gehört Wildwasser-Rennsport nicht zum Programm. „Dafür sind wir die Formel 1 der Kanuten“, so Bundestrainer Günter Schröter.

    PremiereZum ersten Mal haben die Wildwasser-Sprinter eigene Weltmeisterschaften. Bislang gab es gemeinsame Titelkämpfe mit den Classic-Distanzen.

    Qualifikation Zwei Läufe werden addiert, nur die Besten kommen in die Finals. Beispiel: Im Kajak-Einer der Männer erreichen 15 Fahrer den Endlauf.

    Rennen Im Gegensatz zu den heute üblichen kürzeren Slalomstrecken beginnt der Kurs für die Abfahrer ganz am Anfang des Olympiaparcours von 1972.

    Stand up Paddling Trendsport hawaianischen Ursprungs. Olaf Schwarz wagt sich stehend auf einem Surfbrett in das Wildwasser des Eiskanals.

    Tickets Tageskarten für Erwachsene kosten acht Euro, ermäßigte vier Euro.

    UnterstützungÜber 200 ehrenamtliche Helfer der Kanu Schwaben machen die Großveranstaltung möglich.

    Videowand Die Zuschauer können die Kanuten vom Start bis ins Ziel verfolgen.

    Wildwasser-Rennsport Im Gegensatz zum Slalom gibt es keine Tore. Die Streckenlänge beträgt rund 600 Meter.

    Xxl Das größte Kontingent bei den Titelkämpfen stellt Tschechien mit 18 Teilnehmern.

    Yankees Ein Amerikaner startet im Kajak, einer im Canadier-Einer.

    ZeitplanVon Samstag bis Montag werden neun Titel vergeben – fünf im Einzel, vier in den Mannschaftswettbewerben. (pede)

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