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Basketball: Eine Hängepartie

Basketball

Eine Hängepartie

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    Zukunft ungewiss: Leitershofens Trainer Stefan Goschenhofer.
    Zukunft ungewiss: Leitershofens Trainer Stefan Goschenhofer. Foto: Marcus Merk

    Stefan Goschenhofer, 37, könnte inzwischen wohl problemlos Seminare in Zeitmanagement leiten. Regelmäßig musste er in den vergangenen Monaten seine Stunden und Minuten effektiv nutzen: Einerseits forderten ihn Beruf und Familie, andererseits die Zweitliga-Basketballer der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen. Das sei schon ein ordentlicher Aufwand gewesen, meint der Leitershofer Trainer.

    Ein Aufwand, den er kein zweites Mal leisten kann – und will. Deshalb überlegt Goschenhofer, wie seine Tätigkeit bei der BG in der kommenden Saison aussehen könnte. Fest steht für ihn bisher nur eins: „Ich bleibe im Trainerteam.“ In welcher Funktion, hängt von der Liga ab. Denn trotz des sportlichen Abstiegs aus der 2. Liga Pro A ist weiter ungewiss, ob die Leitershofer tatsächlich eine Klasse tiefer antreten müssen.

    Die Saar-Pfalz Braves aus Homburg erwägen, sich aus der zweiten Liga zurückzuziehen. Im direkten Duell vor rund drei Wochen hatten die Braves in Augsburg den sportlichen Klassenerhalt durch einen Sieg gegen Leitershofen perfekt gemacht; nun stellen sie fest, dass ihnen das Geld für die zweite Liga fehlt. Zieht Homburg zurück, würde ein Platz frei. Die BG Leitershofen könnte weiter in der zweithöchsten Liga Deutschlands spielen (siehe Info).

    Schon gegen Ende der Saison erklärte Hans Kiesling, einer der beiden BG-Abteilungsleiter, dass der Verein Gefallen an der zweiten Liga gefunden habe. Daran hat sich nichts geändert. „Ich denke, langfristig gehören wir in die zweite Liga“, sagt Kiesling. Die Vereinsverantwortlichen haben gesehen, dass sich die Augsburger für hochklassigen Basketball begeistern lassen. Über 2000 Zuschauer strömten beim Endspiel um den Klassenerhalt in die Augsburger Sporthalle. Das hat Eindruck hinterlassen. Inzwischen soll es beim Verein Überlegungen geben, selbst bei einer Abstufung in die 3. Liga Pro B künftig in der Sporthalle aufzulaufen. Folglich gäbe es keine Rückkehr in die Osterfeldhalle in Stadtbergen. Sinn hätte die Augsburger Sporthalle als Spielort jedoch nur dann, wenn es gelänge, weiter auf dem geliehenen Parkettboden aus Crailsheim zu spielen. Dieser kostet wiederum Geld, das die BG auch in starke Spieler stecken könnte, um die Chancen auf einen sofortigen Wiederaufstieg zu erhöhen.

    In drei Wochen, nach dem Ende der Play-offs in der Liga Pro A, soll entschieden werden, wo Leitershofen spielt. Davon hängt auch ab, wie es personell weitergeht. Derzeit plane man eher für die dritte Liga, sagt Abteilungsleiter Kiesling. In diesem Fall lässt Goschenhofer durchblicken, bliebe er wohl Cheftrainer. In der zweiten Liga würde er kürzertreten, und Leitershofen bräuchte einen neuen Headcoach. Unabhängig von dieser Personalie wird sich das Team verändern. Mit ihrer starken Schlussphase haben die Leitershofer Spieler das Interesse anderer Vereine an ihnen verstärkt. So steht der Abschied Jan Lipkes fest. Neben Zweitligisten buhlen Bundesligisten um ihn, da sie – künftig sind es sechs – mehr deutsche Spieler im Kader vorweisen müssen.

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