Die besten Schülerzeitungen Schwabens 2011 wurden am Donnerstag ausgezeichnet.

„Ein Journalist ist einer, der Geschichten erzählt.“ – Mit diesen Worten begrüßte Gerd Horseling, stellvertretender Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, die Preisträger des Schülerzeitungswettbewerbs 2011. Denn Geschichten hatten die jungen Redakteure alle zu erzählen: Mal spannend, mal schön, mal ernsthaft und mal gewitzt berichten sie in ihren Zeitungen über Themen, die nah am Schulalltag und am Leben der Schüler sind. Bereits zum sechsten Mal wurden die besten Exemplare von einer Jury der Augsburger Allgemeinen, der Allgäuer Zeitung und des Augsburger Presseclubs prämiert.
Themen recherchieren, Interviews führen, fotografieren und layouten – Von der ersten Idee bis zur fertigen Zeitung ist es ein langer Weg. Insgesamt 68 Schülerzeitungsredaktionen in ganz Schwaben hatten sich diesen Herausforderungen gestellt und heuer am Wettbewerb teilgenommen. Für 17 Zeitungen wurden Arbeitseinsatz und Mühen belohnt: In sechs Kategorien wurden sie für die besten Ideen, die kreativste Gestaltung und die spannendsten Geschichten ausgezeichnet. Der Jury fiel die Entscheidung dabei nicht leicht, „alle Zeitungen waren unglaublich vielfältig und toll recherchiert“, so Horseling. Sorgen um den journalistischen Nachwuchs brauche man sich aufgrund der ausgezeichneten Arbeiten jedenfalls nicht zu machen, auch wenn am Ende nur die Besten prämiert werden konnten.
Ob Themen rund um Integration und Kultur, Zukunft oder Freiheit – für die Schüler ist die Arbeit in ihren Redaktionen etwas ganz Besonderes. Denn hier können sie fern vom Schulalltag eigenständig arbeiten, sich kreativ ausleben und – ganz wichtig – genau das ansprechen, was sie selbst am brennensten interessiert.
„Das muss einmal gesagt werden“, schreiben die jungen Redakteure von „Leo“ – der Zeitung der Leonhard-Wagner-Hauptschule in Schwabmünchen – deshalb und fordern in ihrer Schülerzeitung regelmäßig dazu auf, mal richtig „Dampf“ abzulassen. In der Kategorie der Mittelschulen belegten sie den zweiten Platz und zeigten wie ihre Kollegen vom „Volltreffer“ aus Augsburg, wie vielseitig und informativ eine Schülerzeitung sein kann.



Um eine ganz andere Vielfalt ging es hingegen bei den Schülerzeitungen in der Kategorie der Realschulen. Denn nicht nur die Sieger des „Pen(n)house“ aus Kempten beschäftigten sich mit dem Thema Integration. Auch „die idee“ und „graffiti“ stellten sich die Frage, was es heißt, in einem Land fremd zu sein. Ein Thema, das viele Schüler direkt betrifft und deshalb ebenso kritisch wie ausführlich beleuchtet wurde.
Bei den Förderschulen drehte sich hingegen alles rund um die Themen Zukunft und Leben. In ihrer Ausgabe der „King News“ beantworteten die Gewinner aus Königsbrunn die wichtige Frage, wie sich ein Leben nach der Schule aufbauen lässt. Die „HKS-World“ der Helen-Keller-Schule in Dinkelscherben stellte sich unter dem Titel „Du bist Zukunft“ ihren Ängsten und Träumen.
Um Alltagsängste und Zukunftsträume ging es auch beim „Kurzschluss“, der Schülerzeitung des Gymnasiums Marktoberdorf. Die ambitionierten Redakteure beschäftigten sich mit der Frage „Was soll aus uns werden?“ „Freiheitskämpfer“, würden vermutlich ihre Konkurrenten der Fachoberschule Augsburg sagen. Denn in ihrer Ausgabe des „Paparazzi“ drehte sich alles rund um das Thema Freiheit.
Das Geld alleine nicht glücklich macht, das fanden die Redakteure des „Citypoints“ der Städtischen Berufsschule III in Augsburg heraus. Die Konkurrenz vom „Spiritus“ der Staatlichen Wirtschaftsschule in Kempten hingegen fordert ihre Mitschüler zum angesagten und durch Glitzer und Glamour gekennzeichneten „Bling-bling-Style“ auf.
Dass eine Schülerzeitung nicht nur informativ sondern auch kreativ und lustig sein kann, das zeigten vor allem die Teilnehmer der Grundschulen. Mit viel Liebe und Begeisterung sind die jungen Nachwuchsjournalisten bei ihrer Arbeit am Werk. Bunte Bilder, Zeichnungen und selbst gestaltete Rätsel erfüllen ihre Schülerzeitungen dabei mit Leben. Aber auch die Jüngsten nehmen wichtige Themen unter „Die Lupe“. Dies zeigte letztlich nicht nur das breite Themenspektrum der gleichnamigen Gewinner-Zeitung.
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