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"Nationales Augsburg": Großrazzia: 150 Beamte durchsuchten bei Neonazis

"Nationales Augsburg"

Großrazzia: 150 Beamte durchsuchten bei Neonazis

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    Neonazis (Symbolfoto)
    Neonazis (Symbolfoto) Foto: dpa

    Schlag gegen die rechte Szene. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Wohnungen und Geschäfte mutmaßlicher Neonazis in Bayern und Thüringen durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen die Gruppierungen "Nationales Augsburg" und "Autonome Nationalisten Mering".

    Es war Donnerstagmorgen gegen sieben Uhr, als 150 Polizisten und zwei Staatsanwälte zuschlugen. 30 Wohnungen und Geschäfte wurden gleichzeitig von den Fahnder betreten - auf der Suche nach Waffen, Munition und rechtem Propagandamaterial.

    Die Aktion war lange vorbereitet. Schon seit 2009 ermittelte das Augsburger Kommissariat für Staatsschutz wegen des Verdachts der Volksverhetzung, der Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten im rechtsextremen Milieu.

    Im Visier der Fahnder: die rechtsextreme Neonazi-Gruppierung namens "Nationales Augsburg", die sich aus der rechten "Kameradschaft Augsburg" gebildet hatte und überregional in Erscheinung trat.

    Im Dezember 2009 und Januar 2010 hatten einige Mitläufer aus der Gruppe "Nationales Augsburg" den Ermittlungen zufolge auch die rechtsextreme Gruppierung "Autonome Nationalisten Mering" gegründet. Mitglieder dieser Gruppe stehen im Verdacht, nachts vermummt in Mering Bürger angepöbelt und fremdenfeindliche Parolen skandiert zu haben. "Die Bevölkerung wurde dadurch nachhaltig verunsichert", so die Ermittler.

    Insgesamt ermittelt die Augsburger

    Kripo

    in diesem Zusammenhang gegen 25 Beschuldigte im Alter zwischen 17 und 30 Jahren, die Flugblattaktionen und Schmierereien mit volksverhetzendem Inhalt organisiert haben sollen. Ein führendes 56-jähriges Mitglied der

    NPD

    steht im Verdacht, die Gruppierung unterstützt zu haben.

    An der Großrazzia beteiligt waren Beamte aus Dillingen, Kempten, Memmingen, Landshut, Ingolstadt und Jena sowie eine Spezialeinheit der bayerischen Bereitschaftspolizei aus Dachau.

    Gefunden wurden laut Polizei unter anderem eine scharfe Pistole mit Schalldämpfer, 360 Patronen Munition für Schusswaffen, Drogen, Flugblätter, Aufkleber und Publikationen mit volksverhetzendem Inhalt, eine größere Anzahl an Devotionalien aus dem Dritten Reich sowie mehrere Stichwaffen.

    Das beschlagnahmte Material - darunter auch mehrere Computer - sollen jetzt ausgewertet werden. Die Ermittlungen werden laut Polizei mehrere Monate dauern. (AZ)

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