Der zurückgetretene Bischof Walter Mixa wohnt wieder im Augsburger Palais gegenüber dem Dom. Am Samstagabend ist er zurückgekehrt.
Wie lange er bleiben werde, sei seine Entscheidung, sagte sein Anwalt Gerhard Decker unserer Zeitung. "Er wohnt nach wie vor hier, zelten kann er nicht." In Kirchenkreisen wurde seine Rückkehr indes als ein "Akt der Anmaßung" empfunden. Als emeritierter Bischof habe Mixa kein Hausrecht mehr und müsse sich die Erlaubnis des Diözesanadministrators Weihbischof Josef Grünwald einholen. Unklar ist, ob dies bereits erfolgt ist.
In Sonntagszeitungen wurden Stimmen laut, Bischof Mixa sei das Opfer einer kircheninternen Intrige geworden. Der gegen ihn erhobene Vorwurf sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen habe auf einer nur acht Sätze langen Notiz des Bistums Augsburg beruht und keinen konkreten Hinweis auf eine Straftat enthalten.
"Diese Zusammenhänge kannte ich so nicht. Ich bin enttäuscht über das Verhalten der Verantwortlichen in der Kirche für diese Affäre", sagte Mixa der Welt am Sonntag. "Hätte man mit dem jungen Mann gesprochen, hätte sich sofort herausgestellt, dass es kein Opfer gibt, und man hätte sich eine Anzeige ersparen können." Alois Knoller und Daniel Wirsching