Man möchte Mäuschen gewesen sein im Haus Maria Brünnlein und mehr noch im Gasthaus „Zur Wallfahrt“, als die bayerischen Bischöfe von Donnerstag auf Freitag tagten. Hinter verschlossenen Türen wird sicher das eine oder andere offene Wort gefallen sein. Denn die Diözese Augsburg ist ins Gerede gekommen. Die Gläubigen verstehen offensichtlich ihren Bischof Konrad Zdarsa nicht mehr und organisieren den Protest. Solche Empörung kann die Mitbrüder nicht kalt lassen. Denn sie schlägt insgesamt aufs Ansehen der katholischen Kirche im Freistaat.
Wenn nun Kardinal Reinhard Marx eine Lanze für Hans Maier bricht, der in Augsburg schnöde vor die Tür gesetzt worden ist, dann bemüht er sich offenbar um Schadensbegrenzung. Eine politisch-gesellschaftliche Isolierung der Kirche wäre schädlich. Auch in Augsburg darf Maier ja wieder sprechen. Vielleicht hatte dabei auch Marx die Finger im Spiel.
Offen darf sich kein Bischof in die Angelegenheiten seines Nachbarn einmischen. Aber deutliche Hinweise, dass man auch anders verfahren könnte, hat Marx in der Streitfrage der Wort-Gottes-Feiern in Wemding unüberhörbar platziert. "Lesen Sie dazu „Differenzen unter den bayerischen Bischöfen“