Dienstag, 21. Mai 2013

17. April 2012 11:20 Uhr

Vorsicht bei Facebook

Google-Gründer: Gefahr für das freie Internet

Google-Mitbegründer Sergey Brin erklärt in einem Interview, dass nicht nur autoritäre Staaten wie China das freie Internet bedrohen, sondern auch Apple und Facebook.

"Rund um die Welt haben sich sehr mächtige Kräfte gegen das freie Internet formiert", sagte Google-Mitbegründer Sergey Brin der britischen Tageszeitung Guardian. Sie bedrohen die Prinzipien des offenen Internets bedroht. Vor allem autoritäre Staaten wie China, Saudi-Arabien und Iran würden dagegen arbeiten. Ebenso seien laut Brin die Online-Politik der Unterhaltungsindustrie und die "vermauerten Gärten" der Google-Konkurrenten Facebook und Apple gefährlich. "Ich bin besorgter als je zuvor. Es ist beängstigend."

Machtspielchen zwischen Google und Facebook

Google und Facebook streiten sich seit Jahren um Nutzerdaten. Google sperrte im Herbst 2010 dem weltgrößten Online-Netzwerk den Zugang zur Auswertung von E-Mail-Adresslisten - um Druck auf Facebook auszuüben und das Unternehmen dazu zu drängen, seine Datenbestände zu öffnen. Facebook bietet Nutzern an, ihre Kontaktlisten bei großen E-Mail-Anbietern wie GMail oder Hotmail zu durchsuchen, um schneller ihre Bekannten auch bei dem Sozialen Netzwerk zu finden.

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Im dem Interview bekräftigte Brin die Kritik: "Facebook hat viele Jahre lang GMail-Kontakte rausgesaugt." Gleichzeitig mache es die Firma von Mark Zuckerberg den Anwendern nicht leicht, ihre Daten von Facebook zu einem anderen Dienst wie Google+ umzuziehen.

Brin: Zu viele Regeln erstickenjede Innovation

Brin, der bei Google für "Spezial-Projekte" wie das selbstlenkende Auto und die kürzlich vorgestellte Daten-Brille Google Glass zuständig ist, attackierte in dem Interview insbesondere Facebook. "Man muss nach ihren Regeln spielen, und die sind wirklich restriktiv." In einer solchen Umgebung hätte er zusammen mit Larry Page niemals eine Suchmaschine wie Google entwickeln können. "Das funktionierte nur, weil das Netz so offen war. Wenn es erst einmal zu viele Regeln gibt, wird jede Innovation erstickt." dpa

 

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