1. Startseite
  2. Digital
  3. Project Glass: Mit der Google-Brille durch die Stadt

05.04.2012

Project Glass: Mit der Google-Brille durch die Stadt

Wo bin ich gerade? Und wie wird das Wetter? Informationen wie diese werden im oberen Sichtfeld der futuristischen Brille eingeblendet. Hinter dem Forschungsprojekt steckt Google. Foto: Google
2 Bilder
Wo bin ich gerade? Und wie wird das Wetter? Informationen wie diese werden im oberen Sichtfeld der futuristischen Brille eingeblendet. Hinter dem Forschungsprojekt steckt Google.
Bild: Google dpa

Google hat ein neues Projekt vorgestellt, das Informationen aus dem Netz ins Sichtfeld einer Brille einblendet. So hat der Nutzder das Internet ganz nah vor dem Auge.

Der Internetkonzern Google entwickelt eine Brille, die Informationen aller Art vors Auge projiziert. Die Datenbrille soll alle wesentlichen Aufgaben erfüllen, die jetzt ein Smartphone leistet. An dem Projekt, das am Mittwoch (Ortszeit) im Sozialen Netzwerk Google+ vorgestellt wurde, ist auch der in Solingen geborene Wissenschaftler Sebastian Thrun beteiligt, der als führender Experte für Künstliche Intelligenz gilt.

"Project Glass": Wetter, Chat, Kamera

Zu dem "Project Glass" (Projekt Brille) stellte Google fünf Fotos mit Designstudien und ein Video vor. Darin läuft ein junger Mann durch New York und erhält ständig Informationen im oberen Sichtfeld der Brille angezeigt: Termine, Wetterdaten, Chat-Anfragen von Bekannten, deren aktuellen Standort oder Navigationshinweise einer Routenplanung.

Auch soll es möglich sein, mit der Brille Fotos aufzunehmen und die gerade aktuelle Sicht mit anderen zu teilen. Spracherkennungstechnik macht es möglich, ohne eine Tastatur Mitteilungen an andere zu senden. Thrun und zwei weitere Mitarbeiter des Forschungsprojekts erklärten, es gehe darum, dass die Technologie immer dann da sei, wenn sie gerade benötigt werde und wieder verschwinde, wenn sie nicht mehr gebraucht werde.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Google-Datenbrille: Datenschützer sind skeptisch

Google machte keine Angaben zur Einführung einer solchen Brille. Experten in den USA wiesen aber darauf hin, dass das Unternehmen gewöhnlich großen Wert auf eine praktische Umsetzung seiner Forschungsprojekte lege. In US-Medienberichten ist von einer Realisierung in etwa einem Jahr die Rede.

Google erklärte, es wolle schon jetzt über das Projekt informieren, um zur Diskussion darüber einzuladen. Kritisch äußerte sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. "Durch eine solche Brille würde der Datenschutz noch einmal erheblich gefährdet", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Der Nutzer würde noch mehr Informationen über sich, sein Verhalten und seinen Aufenthaltsort an das Unternehmen liefern, das diese Daten dann mit den ohnehin bekannten Nutzerinformationen aus E-Mail und Suchanfragen verknüpfen könnte." Schaar sagte, Google wäre gut beraten, diese Datenschutzaspekte möglichst frühzeitig zu berücksichtigen. dpa

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Ein Banner mit dem Logo des Bewertungsportals Yelp hängt am Gebäude des New York Stock Exchange in New York. Foto: Justin Lane/EPA/Archiv
Urteil zugunsten der Betreiber

Yelp muss Schadenersatz an Fitness-Studios zahlen

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden