Apple ist nicht mehr Spitze, sondern wurde ausgerechnet vom ewigen Rivalen Samsung überholt: Die Smartphones von Samsung haben im vergangenen Quartal das iPhone von Apple überholt. Mit einem Absatz von knapp 28 Millionen Geräten erhebt der südkoreanische Konzern Anspruch auf den Titel des weltgrößten Smartphone-Anbieters.
Apple hat 11 Millionen weniger Geräte verkauft als Samsung
Apple kam im dritten Quartal auf rund 17 Millionen verkaufte iPhones. Die Verkäufe wurden allerdings dadurch gebremst, dass viele Kunden auf die nächste iPhone-Generation gewartet haben. Das neue iPhone 4S wird seit Mitte Oktober verkauft und dürfte Apple ein Rekordquartal bescheren. Der langjährige Marktführer Nokia setzte im dritten Quartal 16,8 Millionen Smartphones ab, in diesem Quartal kommen in Europa die ersten Geräte der Finnen mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone auf den Markt.
Die am Freitag veröffentlichten Quartalszahlen belegen auch, wie wichtig das Smartphone-Geschäft für Samsung inzwischen geworden ist. Die Mobilfunksparte steuerte in dem Vierteljahr mehr als die Hälfte des operativen Gewinns bei. Apple und Samsung sind in einen heftigen weltweiten Ideenklau-Streit verwickelt. Die Südkoreaner setzen bei ihren Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das der kürzlich gestorbene Apple-Gründer Steve Jobs für abgekupfert hielt und mit aller Macht bekämpfen wollte.
Mit dem iPhone 4S wird das Weihnachtsgeschäft wieder glänzen
Wegen der schwächeren Entwicklung im PC-Markt und bei Unterhaltungselektronik sank der Samsung-Konzerngewinn im dritten Quartal insgesamt um 23 Prozent auf 3,44 Billionen Won (rund 2,2 Mrd Euro). Der Umsatz rückte um drei Prozent auf 41,3 Billionen Won (26,36 Mrd Euro) vor. Samsung auch ist ein großer Hersteller von Flash-Speicher und LCD-Displays und in beiden Bereichen ist die Konjunktur gerade ungünstig. Wie die Statistiken also nach dem Weihnachtsgeschäft aussehen, steht in den Sternen. Allerdings wird Apple vermutlich wieder dank des neuen iPhone 4S ganz vorne mit dabei sein. nina-, dpa