Von Simone Bronnhuber
Ulm/Augsburg Die Zwillinge Sebastian und Simon Schwaigert, Andreas Wolf und Marc Huttenlocher. Sie sind Benzin. Ihre ersten „Gehversuche“ wagten sie 1996, in der jetzigen Besetzung gibt es die Band seit 2005. Und am morgigen Freitag, 4. Mai, rocken sie dieRock im Donau-Park-Bühne im Dillinger Festzelt.
Viele träumen von der eigenen Band. Ihr habt es geschafft. Was waren damals eure Beweggründe?
Sebastian: Wir hatten die Vision, dass man als Bandmitglied bessere Chancen beim weiblichen Geschlecht hat, was sich allerdings nur bedingt als richtig rausgestellt hat.
Okay … und warum „Benzin“?
Sebastian: Der Name erschien uns genau wie den Beatles auf einem flambierten Kuchen.
Wie entstehen eure Songs?
Sebastian: Beim letzten Album haben Andi und ich den Großteil geschrieben. Wir haben die Songideen, teilweise auch fertigen Songs, mit in den Probenraum gebracht. Geprobt. Dem Produzenten geschickt. Der hat gemeckert. Wieder Probenraum. Bis alle zufrieden waren.
Deutsch oder Englisch? Für was hast du dich entschieden?
Sebastian: Ich höre beides gerne, habe mich aber bei Benzin dafür entschieden, auf Deutsch zu singen.
Wie würdet ihr eure Musikrichtung beschreiben?
Sebastian: Da darf sich jeder Zuhörer seine eigene Bezeichnung überlegen. Wir nennen das deutschsprachigen PunkPop.
Gibt es musikalische Vorbilder?
Sebastian: Wir sind alle mit den Toten Hosen und den Ärzten aufgewachsen, das mal zu den Kindheitsidolen. Gegenwärtig hören wir sehr gerne Bands wie Turbostaat, Bosse oder die Wohlstandskinder, die uns sicherlich auch in unserer Art, Musik zu machen, beeinflussen.
Seid ihr privat auch unterwegs?
Sebastian: Wir verbringen viel Zeit auf Tour miteinander und brauchen da immer wieder auch Abstand. Das heißt, wir haben gelernt, die bandfreie Zeit zu genießen. Wenn wir uns aber zwei Wochen nicht gesehen haben, werden wir unruhig. Grundsätzlich verbindet uns also schon mehr als die Band. In etwa wie Hanni und Nanni, nur in cool!
Was erwartet das Publikum bei Rock im Donaupark?
Sebastian: Ein Aufeinandertreffen von Benzin und Dillingen. Das erste Rendezvous. Also, macht euch schick und zieht frische Socken an.
Wenn ihr euch in einem Satz beschreiben müsstet, wie würde der lauten?
Sebastian: Benzin ist ein hybrider Mutant aus der Kelly Family und Roy Black.