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04.12.2010

Tillykreuz - ein "Marterl" gegen das Vergessen

Das Tillykreuz, wie es Johann Ziegler 1965 errichtete, als Nachfolgekreuz, das sein Vater unterhielt. Archiv-Foto: Fitzek
4 Bilder
Das Tillykreuz, wie es Johann Ziegler 1965 errichtete, als Nachfolgekreuz, das sein Vater unterhielt. Archiv-Foto: Fitzek
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Es hat sich gut gefügt, dass im Oktober 2010 mit der Fertigstellung des Südringes der Rainer Umgehungsstraße auch die neue Tillystraße und damit das Tillykreuz an der Gabelung mit eingeweiht werden konnten. Es ist dies der dritte Standort dieses Flurdenkmals seit Ende des Zweiten Weltkrieges, dessen Instandsetzung und Aufstellung Rains Ehrenbürger Albert Weber dankenswerterweise besorgt hatte.

Das Tillykreuz ist ein Erbe der Heimat. Jahrhunderte lang war es das einzige Erinnerungsmal an die Schlacht bei Rain und an die Überlieferung, dass hier der todwunde Feldherr gelegen habe. Es war der fromme Sinn der Bauern dieses "Marterl" aus Holz zur Erinnerung an einen Menschen zu schaffen, der durch Gewalt und Unglück aus dem Leben schied. Naturgemäß, da frei stehend, verwittern Erinnerungsdenkmäler dieser Art rasch und mussten dementsprechend immer wieder erneuert werden.

1905 entwarf der Bildhauer Anton Sailer, Augsburg, für die Augsburger Sodalen der Marianischen Bürgerkongregation ein Tillykreuz in Unterpeiching. Die Sodalen wollten das in Stein gehauene Denkmal exakt an der Stelle errichten, "an der Tilly im Kampfe gegen die Schweden die schwere Wunde erhielt, der er später in Ingolstadt erlag".

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