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Umwelt: Zweimal großer Wind

Umwelt

Zweimal großer Wind

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    Wo werden Windräder auf Donauwörther Stadtgebiet stehen? Eine erste Antwort hat der Stadtrat am Donnerstag gegeben. Insgesamt fünf Flächen kommen infrage. Jetzt geht es an die Detailsplanung.
    Wo werden Windräder auf Donauwörther Stadtgebiet stehen? Eine erste Antwort hat der Stadtrat am Donnerstag gegeben. Insgesamt fünf Flächen kommen infrage. Jetzt geht es an die Detailsplanung. Foto: Julian Leiterstorfer

    Von Barbara Feneberg

    Donauwörth Wie alle Kommunen im Landkreis möchte die Stadt Donauwörth potenzielle Flächen festlegen, wo in Zukunft Windräder stehen könnten. Das gesamte Stadtgebiet wurde vom Planungsbüro Becker und Haindl aus Wemding unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist am Donnerstagabend erstmals öffentlich dem Stadtrat präsentiert worden.

    Demnach gibt es vor allem zwei große Gebiete, wo Windräder – ja sogar Windparks – entstehen könnten. Um den Hof Schwarzenberg im Westen der Stadt liegt ein in drei Teilflächen gesplittetes Areal von insgesamt knapp 450 Hektar (siehe Grafik). Den Abstand von 500 Metern, wie der Kriterienkatalog es bei Einzelhöfen festlegt, wird eingehalten. Bisher werden die Gebiete von der Landwirtschaft genutzt oder sind Wald. Laut Planungsbüro ist dieses Areal „sehr geeignet“. Deshalb wird die Stadt Donauwörth es als sogenanntes Vorranggebiet dem Regionalen Planungsverband in Augsburg melden. Von dort aus wird eine schwabenweite Planung gesteuert.

    Gleiches geschieht mit einer etwa 131 Hektar großen Fläche nördlich des Flugplatzes Zirgesheim im Bereich Eckhof.

    „Wir nehmen die Energiewende sehr ernst und wollen als Kommune unseren Teil dazu beitragen“, sagte Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) in der Sitzung. Deshalb wolle Donauwörth nicht nur die beiden Großflächen nach Augsburg melden, sondern auch noch weitere fünf Kleinflächen angeben. Auch wenn Augsburg daran vermutlich weniger Interesse hat, werden die Standorte gemeldet. Dort könnte die Kommune dann selbst Flächen für Windräder ausweisen.

    Diese Kleingebiete liegen zum einen nördlich von Felsheim. Insgesamt könnten dort auf fünf Flächen zwischen 3 und 14 Hektar Windkraftanlagen gebaut werden. Gleiches gilt für Areale südlich von Eckhof und südwestlich von Zusum.

    Ob aber auf diesen Flächen tatsächlich eines Tages Windräder stehen, ist fraglich. Zum einen ist die Stadt laut Richard Lodermeier, geschäftsführender Beamter der Stadt, erst am Anfang eines Planungsverfahrens, das wohl frühestens in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein wird. Denn nicht nur die Bürger, sondern auch die umliegenden Gemeinden wie Behörden können sich nun zu dem erst einmal vorliegenden Plan äußern und Bedenken anbringen.

    Aus für Windräder unter 50 Metern?

    Doch selbst wenn alle geeignten Gebiete wie nun entworfen in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden, steht noch lange kein Windrad darauf. Es braucht Investoren, klare Regelungen für Lärmbelastungen und Höhe der Windräder und vor allem auch entsprechende Leitungen, die den erzeugten Strom dann zum Endverbraucher bringen.

    Die Entscheidung der Stadträte vom Donnerstagabend, die nun ermittelten Flächen nach Augsburg zu melden, ist also noch lange kein Garant, dass im Stadtgebiet Donauwörth tatsächlich Wind in Strom verwandelt wird.

    Nichtsdestotrotz sahen die Fraktionsvorsitzenden unisono den Beschluss als wegweisenden Beitrag zur Energiewende. Gleichwohl wird wohl die nun auf den Weg gebrachte Planung erst einmal das Aus für bereits gestellte Anträge auf Windräder wie in Nordheim bedeuten. Selbst wenn das dort geplante Windrad nur 28 Meter hoch ist, erfüllt der Standort nicht die jetzt grundsätzlich für Windräder geltenden Kriterienkatalog (siehe Info).

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