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Landkreis Aichach-Friedberg: Geplante Hubschrauber-Flüge rufen Kreisrat auf den Plan

Landkreis Aichach-Friedberg

Geplante Hubschrauber-Flüge rufen Kreisrat auf den Plan

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    Der Flughafen  Augsburg-Mühlhausen.
    Der Flughafen Augsburg-Mühlhausen. Foto: Anne Wall

    In der Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses am Mittwoch, 5. Oktober, geht es dabei insbesondere um die Rolle der Fluglärmkommission. Die Sitzung im Landratsamt beginnt um 9 Uhr. SPD-Kreisrat Hansjörg Krazeisen hat die Hubschrauber mit einem Antrag auf die Tagesordnung gebracht.

    Er will wissen, wie sich der Vertreter des Landkreises in der Fluglärmkommission zur befürchteten zusätzlichen Lärmbelastung der Anwohner geäußert hat. Wie berichtet, schlagen die Wellen rund um den Flughafen derzeit hoch. Bei einer Infoversammlung der Bürgerinitiativen in Augsburg-Firnhaberau gerieten Wirtschaftsreferentin Eva Weber und Oberbürgermeister Kurt Gribl massiv unter Beschuss der rund 300 teils aufgebrachten Fluglärmgegner.

    Die Gemeinde Affing will die Flugbewegungen der Hubschrauber begrenzen. Blaupause ist dabei eine politische Einigung mit der Stadt Augsburg zu den Kleinflugzeugen aus dem Jahr 2006: Die Platzrunden der Flugschulen an den Wochenenden sind seither zeitlich begrenzt – die Kommune Affing verzichtete damals im Gegenzug auf eine weitere Klage gegen ein Planfeststellungsverfahren für den Landeplatz.

    Stadt kommt für Defizit auf

    Gribl hatte die Hubschrauber-Ansiedlung als Gewinn für den Flughafen begrüßt. Seit Jahren muss die Stadt die Defizite des Landeplatzes ausgleichen. Er gehe davon aus, dass sich die „positive Lärmentwicklung fortsetzt“, sagte er vor der Veranstaltung. Das sehen die Anwohner völlig anders, musste der Oberbürgermeister am Montagabend erfahren. Er will sich jetzt eingehend kundig machen, wie viele Flugbewegungen durch die beiden Unternehmen wirklich dazukommen, und dann bei einer weiteren Veranstaltung den Bürgern Rede und Antwort stehen.

    Die Forderungen Affings

    Affing verlangt, dass der Helikopterbetrieb ausschließlich innerhalb des Flugplatzgeländes stattfinden darf.

    Zeiten Die Hubschrauber sollen nur an Werktagen zwischen 8 und 18 Uhr abheben dürfen.

    Mittagsruhe Geht es nach der Gemeinde, fliegen zwischen 12 und 14 Uhr keine Maschinen. Aktuell gilt die Sperre für das Segelfluggelände von 12 bis 13 Uhr.

    Flugbewegungen Der Katalog sieht vor, dass immer nur eine Maschine in der Luft sein darf.

    Krazeisen moniert zudem, dass er keine Information über die letzte Sitzung der Fluglärmkommission Ende Juni hat. Dort war auch die Ansiedelung von Heli Aviation ein Thema. Und: „Leider datiert das letzte öffentlich zugängliche Protokoll der Lärmschutzkommission vom 17. November 2005.“ Krazeisen will auch wissen, wie der Landkreis die Gemeinde Affing in ihrer Bemühung um ausreichenden Lärmschutz unterstützen und den vom Gemeinderat beschlossenen Forderungskatalog billigen kann.

    Die Fluglärmkommissionen für Flughäfen und Verkehrslandeplätze in Südbayern werden von der Regierung von Oberbayern (Luftamt Südbayern) bestellt. Aufgaben sind die Information der Mitglieder über Neuigkeiten für den betreffenden Flugplatz und Beratung von Maßnahmen, um die Lärmbelastung der Anwohner zu verringern. Vorsitzender der Augsburger Fluglärmkommisson ist CSU-Kreisrat Manfred Losinger (dritter Bürgermeister von Friedberg), Stellvertreter Rolf Fissel (zweiter Bürgermeister der Gemeinde Affing). Weitere Mitglieder sind u. a. Hansjörg Durz (Bürgermeister Neusäß), Thomas Nieborowsky (Landratsamt Aichach-Friedberg), Manfred Hengster (BI gegen Fluglärm), sowie Vertreter vom Luftamt Südbayern, von Firmen und Flugschulen am Flughafen bzw. Geschäftsführer Peter Bayer.

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