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Kinderkrippe: Neubau erhält ein Satteldach

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Kinderkrippe: Neubau erhält ein Satteldach

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    In der Dachform angepasst, aber um einige Zentimeter niedriger wird der Anbau an die Rieder Grundschule, der für zwei Kinderkrippengruppen geplant ist. Foto: Anton Schlickenrieder
    In der Dachform angepasst, aber um einige Zentimeter niedriger wird der Anbau an die Rieder Grundschule, der für zwei Kinderkrippengruppen geplant ist. Foto: Anton Schlickenrieder Foto: Anton Schlickenrieder

    Das fängt bei den Mauern an. Architekt Sebastian Endres vom Büro Endres und Tiefenbacher (Augsburg) versprach "Das wird eine rote Baustelle" und bezog sich damit auf die Materialwahl. Ziegel für die Mauern, Ziegel auf das Dach, das war der klare Wunsch der Rieder. Die verzichteten selbst auf Flachdachanteile im Südteil der Krippe, obwohl diese in Kombination mit einem Grasdach im Sommer mehr Kühle versprach. "Dafür müssen wir dann den Raum hinter den Oberlichten verschatten", sagte Bürgermeister Anton Drexl.

    Sowohl Raumlüftung als auch gleichmäßiges Tageslicht

    Versetzte Pultdächer wie bei der Schule, allerdings mit besseren Fenstern nach Süden, auf das wird es hinauslaufen. Man will aber auch etwa 20 Zentimeter tiefer bleiben, um die bestehende Westwand der Schule gleich als Brandwand für das dann über 40 Meter lange Bauwerk nutzen zu können. Besonders gut gefielen der Ratsdame und den Ratsherren die nach Norden weisenden Dachfenster, die sowohl eine Raumlüftung ermöglichen als auch gleichmäßiges Tageslicht.

    Ansonsten hatte Endres kleinere Änderungen in der Raumnutzung vorgenommen, etwa das Leiterinnenzimmer zentraler gestellt und das Foyer auch als solches benannt. Diskutiert wurde im Gremium darüber, ob man dünnere Außenwände mit einer dicken Dämmpackung außen drauf macht oder gleich auf Wandstärken von bis zu 49 Zentimeter geht, die eine Steinwollfüllung mitliefern. Ähnliches gilt für die Südfassade mit ihren vielen Fenstern. "Wir wollen was Solides, was Vernünftiges", war die Forderung Drexls.

    Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung

    Das gilt auch für die Frage, inwieweit man Richtung Passivhaus gehen will. Hierbei komme man um eine kontrollierte Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung nicht herum. "Die Einsparverordnung 2009 werden wir auf jeden Fall erfüllen, aber 2011 kommt schon wieder eine neue heraus, deren Werte um 20 Prozent verschärft sind", sagte Drexl. Gerald Modlinger wollte wissen, wie hoch die Differenz im Verbrauch zwischen einem nach EnEV-Haus und einem Passivhaus sei. "Das eine braucht 70 Kilowatt, das andere 40 Kilowatt Wärmeleistung", antwortete Endres. Und der Planer versprach, bei der Berechnung der Heizleistung den Zahlenvergleich zwischen beiden gleich mitzuliefern.

    Die Fachplaner für Statik, Elektroplanung sowie Heizung, Lüftung, Sanitär wurden ebenso einhellig bestimmt. Es sind drei Augsburger Büros, mit denen Endres und Tiefenbacher immer zusammenarbeiten und die sich bereit erklärt haben, sich für den Rieder Auftrag kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Da die Zeit drängt, fügt Drexl an: "Dann können alle im neuen Jahr ja gleich loslegen."

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