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Trockenheit: Manche sehnen inzwischen den Regen herbei

Trockenheit

Manche sehnen inzwischen den Regen herbei

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    Die vielen Sonnentage der letzten Wochen haben den Waldboden ausgetrocknet. Es besteht höchste Waldbrandgefahr.
    Die vielen Sonnentage der letzten Wochen haben den Waldboden ausgetrocknet. Es besteht höchste Waldbrandgefahr. Foto: Foto: Archiv

    Aichach-Friedberg Während sich die meisten Friedberger über den wolkenlosen Himmel und die frühlingshaften Temperaturen freuen, wünscht sich Anton Wittmann, Leiter der Forstbetriebsgemeinschaft Friedberg, dringend Regen. Denn die vielen Sonnentage der letzten Wochen haben den Waldboden ausgetrocknet. Damit herrscht eine erhöhte Waldbrandgefahr.

    „Nur ein paar Tropfen werden da nicht ausreichen, es muss ein richtig starker Regen her“, meint Wittmann. Denn sonst könnte schon eine weggeworfene Zigarette gefährlich werden. „Das dürre Gras würde sofort Feuer fangen“, warnt er. Schlimme Brände habe es in den letzten Jahren im Raum Friedberg zwar nie gegeben. Trotzdem ist Wittmann besorgt: „Jeder Brand zerstört Fauna und Flora und natürlich hat der Waldbesitzer auch einen finanziellen Schaden.“

    Vor Zigaretten im Wald warnt auch Wolfgang Sailer, Forstleiter des Augsburger Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF): „Die lösen mit Abstand am häufigsten Feuer aus.“ Im Raum Augsburg sei es so im letzten Jahr zu drei Bränden gekommen, so Sailer. Bisher habe die Gefährdung in der Region die Stufe drei erreicht. Das ist ein mittleres Niveau; die Höchststufe wäre fünf. Durch abgestellte Fahrzeuge, deren Auspuff erhitzt ist, oder durch Lichtbündler, wie beispielsweise herumliegende Glasscherben, könne deshalb momentan noch kein Brand ausgelöst werden. Nur die Zigaretten seien ein echtes Risiko. Sailer erläutert, dass zu Beginn des Frühjahrs häufig Waldbrandgefahr entstehe, weil es lange Trockenperioden gebe. Eine Gefährdung von Stufe vier oder fünf sei aber meist nur in den Sommermonaten Juli und August möglich. Solange kein Feuer ausbricht, sind Trockenzeiten für die Bäume kein Problem. Sie holen sich ihre Feuchtigkeit aus den tieferen Bodenschichten. „In ganz besonders regenarmen Frühjahren müssen höchstens die Jungpflanzen bewässert werden“, sagt Sailer. Das passiere aber so gut wie nie.

    Auch Landwirte hoffen auf schlechteres Wetter

    Bewässerung ist auch für die meisten Landwirte im Landkreis keine Option. „Das rentiert sich nur, wenn man Gemüse oder Ähnliches anbaut“, erklärt der Landwirt Martin Lindermeier aus Derching. Für Weizen oder Raps lohne der Aufwand nicht. Umso dringender wünscht er sich baldigen Regen, denn sonst würde die Trockenheit zu einem „echten Problem“. Das schöne Wetter der letzten Zeit habe aber auch Vorteile gehabt; zum Beispiel konnte man leichter auf die Felder gelangen.

    Franz Stäbich, Pflanzenbauberater am AELF, kann dem Regenmangel noch weitere Vorzüge abgewinnen. „Für die Saat von Sommergetreide war das sonnige Wetter der letzten Zeit optimal“, findet er. Eine solche Trockenphase sei im Frühling sehr begrüßenswert. Niederschlag sei vor allem für den Dünger nötig, damit der besser vom Boden aufgenommen werden könne, erklärt er. Doch Stäbich ist optimistisch: „Am Donnerstag soll es regnen, dann ist das Problem gelöst.“

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