Einer Roma-Familie aus dem serbischen Grenzgebiet zum Kosovo, die im Dezember von der Regierung in der Pension Niedermaier in Mering untergebracht wurde, droht nun die Abschiebung. Das Forum solidarisches und friedliches Augsburg und die Flüchtlingsinitiative Augsburg haben den Fall publik gemacht. Dabei soll auch noch die Mutter mit ihren vier Kindern (drei bis zehn Jahre) vom Vater getrennt werden.
„Die Flüchtlingsorganisationen wissen ziemlich genau, was abgeschobene Roma im Kosovo erwartet: Ehemaliger Familienbesitz im Kosovo wie Grundstücke und Häuser sind in vielen Fällen zerstört oder mittlerweile von Anderen genutzt und eine Zurückforderung ist wegen verloren gegangener Unterlagen unmöglich“, schreibt Peter Feininger namens der beiden Organisationen. Die Mutter hat in ihrem Asylverfahren als Grund der Flucht angegeben, dass ein albanischer Nachbar die Familie ständig bedroht und den Mann geschlagen habe. Ihr Hausbesitz sei nicht mehr beim Katasteramt registriert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Nürnberg) ist anderer Auffassung.
Laut dem Landratsamt Aichach-Friedberg wohnt auch der Vater der Familie in Mering. Ihm wurde der Ablehnungsbescheid erst an eine andere Adresse zugestellt. „Die Frist für die Familie beginnt erst dann zu laufen, wenn auch er den Bescheid hat“, so Pressesprecher Wolfgang Müller.
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