Kötz Einen Strauß ebenso mitreißender wie anspruchsvoller Melodien präsentierte das Blasorchester Kötz am Ostersonntag einem begeisterten Publikum in der voll besetzten Günzhalle. Es war ein großartiges Konzert. Als Väter des Erfolges nannte Vorsitzender Ludwig Wörle viele langjährige Aktive wie Günther Bartl und Franz Eisele, die an diesem Abend für 50 Jahre aktives Musizieren geehrt wurden, und den Probenfleiß der Musiker. Hinzu kommt mit Benjamin Markl ein Dirigent, der es in exzellenter Weise versteht, die Musiker in Höchstform zu bringen, ohne dass dabei die Spielfreude verloren geht.
Garant für eine erfolgreiche Zukunft
Im ersten Teil des Programms empfahl sich die Jugendkapelle als Garant für eine erfolgreiche Zukunft des Traditionsvereins. Bestens vorbereitet von Dirigent Lothar Uth freuten sich die 18 Jungmusiker, mit ansprechenden Stücken die Zuhörer von ihrem Können zu überzeugen. Nach vortrefflicher Moderation durch Nadja Hausotter gaben sie diszipliniert, mit treffsicheren Ansätzen und sauberer Intonation in „Sakura Variations“ die Stimmung auf dem japanischen Kirschblütenfest wieder, zauberten heiße südamerikanische Rhythmen in „Latin Gold“ und sprühten voller Energie bei Tophits wie „We will rock you“, „Bohemian Rhapsodie“ oder „Another One Bites the Dust“ in „Queen in concert“ . Mit der Zugabe, einem Marsch von John Philip Sousa, leiteten sie gekonnt über zum Auftritt der Kapelle mit mehr als 50 Musikern.
Da stand mit „Semper Fidelis“ einer der populärsten Märsche des amerikanischen Marschkönigs Sousa auf dem Programm. Leise kündigen sich die Marschierenden an, Posaunen, Trompeten und Schlagwerk schwellen an wie aus einem Guss und in rasantem Fortissimo erreichen sie den Festplatz. „Eins wird, was wir sind und was wir fühlen“, mit solch lyrischen Versen erschloss Moderator Markus Keller dem Publikum das zweite Stück, „Imagasy“ von Thiemo Kraas, in dem Wirklichkeit und Fantasie miteinander verschmelzen.
Viel Dynamik in Lautstärke und Tempi und akkurate Einsätze verlangte das „Concert Prelude“ von Philip Sparke von den Bläsern. Mit tänzerischer Leichtigkeit im Polkatakt erzählte anschließend die Kapelle in „Polka und Finale“ die Geschichte aus Bedrich Smetanas „Die verkaufte Braut“. Das Happy End der „Soupgeschichte“ – so stellte Markus Keller das Stück vor - endete in einem furiosen Finale.
Getoppt wurde der Vortrag der Kapelle in den drei letzten drei Stücken. Das Können des neuen Dirigenten Markl trat immer mehr in den Vordergrund. Er führte in jedem Takt die Regie, arbeitete Höhepunkte heraus, ließ immer wieder Ruhe einkehren, um dann erneut taktbetonte Phasen, gestützt auf ein glänzend aufgelegtes Schlagwerk, hervorragend zur Geltung zu bringen. Und die Musiker zogen mit. Der Marsch „Jubelklänge“ von Ernst Uebel , dargeboten in majestätischem Klangbild und bereichert mit einem feinen Hornsolo, mündete in die Bravorufe der Zuhörer.
Die Rufe nach Zugaben wollten nicht enden. Die Stimmung war erstklassig, das Publikum darf sich auf weitere tolle Konzerte des Kötzer Blasorchesters freuen.