Die Zeichen stehen auf Entspannung. Auch 2014 sollen im Bistum Augsburg Wahlen zum Pfarrgemeinderat stattfinden. „Der Pfarrgemeinderat wird erhalten bleiben“, sagte Domkapitular Bertram Meier diese Woche dem Diözesanrat, der Vertretung der katholischen Laien im Bistum. Auch die neuen Pastoralräte in den vergrößerten Seelsorgeeinheiten sollen direkt von den Gläubigen gewählt werden. Bischof Konrad Zdarsa reagierte mit dieser Erklärung, die er seinen „Makler“ Meier überbringen ließ, auf die Kritik vieler Laien. Sie hatten sich Sorgen gemacht, dass die Pfarrgemeinderäte abgeschafft werden sollten.
Bischof Zdarsa hatte sich mit seinen Reformplänen zuvor auch beim Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, Kritik eingehandelt. Tatsache sei es „ganz eindeutig, dass in anderen Diözesen das Laiengremium Pfarrgemeinderat und Wortgottesdienste am Sonntag nicht infrage gestellt werden“, ließ Glück verlauten. Inzwischen ruderte Meier zurück. Auch bei Pfarreiengemeinschaften soll „das Laienapostolat auf keinen Fall geschmälert werden“. Bei Pfarrgemeinderatsvorsitzenden im Landkreis wird dies mit Wohlwollen aufgenommen. „Es klingt jetzt ein bisschen anders“, sagt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Hafenhofen, Centa Haid. Sie versuche die Worte als Entgegenkommen zu deuten. Die Kundgebung von etwa 2500 Laien Ende April auf dem Domplatz im Augsburg sei keine Demonstration gegen den Bischof gewesen. „Das waren lauter Leute, die in den Pfarrgemeinden Verantwortung übernehmen“, sagt Centa Haid. Und dies sei aus Sorge heraus geschehen. „Wir wollen nicht, dass das kirchliche Leben in kleinen Pfarreien stirbt.“
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