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Der Altenstadter Omzug: Kein Bier ohne Bändchen

Der Altenstadter Omzug

Kein Bier ohne Bändchen

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    Viel Spaß und keinen Ärger wollen die Altenstadter bei ihrem „Omzug“ am Sonntag. Deshalb verwirklichen die Veranstalter heuer ein neues Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Polizei.
    Viel Spaß und keinen Ärger wollen die Altenstadter bei ihrem „Omzug“ am Sonntag. Deshalb verwirklichen die Veranstalter heuer ein neues Sicherheitskonzept gemeinsam mit der Polizei. Foto: Archiv

    Von Eva Büchele

    Altenstadt Narrenpyramiden, lustige Verkleidungen und schräge Musikkapellen gehören zum Fasching. Jugendliche, die sich bis zur Bewusstlosigkeit betrinken, sollten hingegen nicht zur fünften Jahreszeit gehören. Damit beim Altenstadter „Omzug“ am Sonntag, 12. Februar, die schönen Seiten des Faschings im Vordergrund stehen, gibt es heuer ein strenges Sicherheitskonzept.

    Selbiges haben die Veranstalter und die Polizei kürzlich in einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Quintessenz: Beim Faschingstreiben nach dem Umzug gibt es keinen Alkohol für Jugendliche unter 18 Jahren. Sprich: Ein 16- oder 17-Jähriger kann auf dem Festgelände nicht einmal ein Bier kaufen.

    Wie jedes Jahr wird das Faschingstreiben in einem abgesperrten Bereich stattfinden. An den Eingängen erhalten Besucher ab 18 Jahren ein Bändchen. Es ist bedruckt, damit es nicht zu fälschen ist. Nur wer ein Bändchen hat, kann alkoholische Getränke erwerben. „Alle anderen haben zwar Zugang zum Festgelände, können sich eine Limo oder einen Wurstsemmel kaufen, aber eben keinen Alkohol“, machte Bürgermeister Wolfgang Höß deutlich.

    Bereits im Vorfeld des Umzugs werde die Polizei gemeinsam mit dem Jugendamt Kontrollen durchführen, kündigte Polizeisprecher Werner Bräuer an. Es werden auch Rucksäcke kontrolliert, damit Minderjährige ihren Alkohol nicht selbst mitbringen können. Mittels Teststreifen lasse sich schnell herausfinden, ob sich in der Limoflasche nicht doch Schnaps befindet.

    Den „Omzug“ selbst organisieren seit Jahren die Altenstadter Faschingsfreunde um Hubert Bogedain und Heike Dirr. 54 Gruppen haben sich angemeldet. „Von Drachen, Bären über Märchenfiguren bis hin zu Guggamusik und Spielmannszug ist wieder alles dabei“, verspricht Dirr. Die Einradschlümpfe vom TSV Altenstadt haben heuer sogar Verstärkung aus der Schweiz mitgebracht, verrät sie.

    Natürlich werden wieder die schönste Fußgruppe und der schönste Wagen prämiert. Neun Fahrzeuge haben sich angemeldet, darunter auch der Verein Schönaria aus Schönebach, der in Altenstadt bereits mehrfach gekürt wurde.

    Die Wagen werden heuer nach dem Umzug aus dem Ort heraus zum Sportgelände geleitet. Anderenorts habe es Beschwerden von Anwohnern gegeben, weil die Wagen ihre Musik in Wohngebieten laut aufgedreht haben, erzählte Polizeisprecher Bräuer und hob hervor, die Musik dürfe nicht lauter als 100 Dezibel sein. Vor dem Umzug kontrolliere die Polizei alle Gefährte. „Jeder Wagen braucht seitlich Mitläufer, die aufpassen, dass genug Abstand zum Publikum eingehalten wird“, so Bräuer. Betrunkene dürfen auf den Fahrzeugen nicht mitfahren. Selbstverständlich sei außerdem, dass für die Fahrer Alkoholverbot gelte.

    An Bahnhof, Schienen und Bahnübergängen ist zudem die Bahnpolizei im Einsatz. Und so sollte einem friedlichen, sicheren und lustigen Faschingstreiben nichts mehr im Wege stehen, hoffen die Verantwortlichen.

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