Donnerstag, 23. Mai 2013

29. Januar 2012 18:00 Uhr

Feiern

Tanzen statt torkeln

Alkohol und Fasching gehören für viele Menschen zusammen. Maßvoll trinken heißt die Devise für alle, die die närrischen Tage ohne Brummschädel genießen wollen

Auf feucht-fröhliche Faschingstage freuen sich viele Narren das ganze Jahr lang. Genügend Essen und der Verzicht auf harte Sachen wie Schnaps helfen dabei, ohne Kopfschmerzen und Übelkeit durch die tollen Tage zu kommen.
Foto: Symbolfoto: dpa

Von Stephanie Sartor

Landkreis Für viele Faschingsfreunde gehört Alkohol zu den närrischen Tagen wie die rote Nase zum Clownskostüm. Beate Studer, Erste Zunftmeisterin bei den Bellenberger Lacha-Dreggler, ist damit überhaupt nicht glücklich. „Das wird ja jedes Jahr schlimmer“, klagt sie. Allerdings, so Studer weiter, müsse man zwischen den Zivilisten und den Narrenzünften strikt trennen. „Die Hästräger sind in der Regel harmloser.“ Dafür sorge unter anderem sie als Zunftmeisterin. An Jugendliche unter 18 werde kein Alkohol ausgeschenkt, und vor den Umzügen werde auch nichts getrunken.

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„Bei unseren Veranstaltungen sind wir gnadenlos. Sobald wir massiven Missbrauch merken, werfen wir denjenigen raus“, berichtet sie. Vor allem seien es Jugendliche, die an Fasching über die Stränge schlagen würden. „Das macht mich richtig wütend. Fasnet ist ein Brauchtum, das man pflegen sollte. Da brauchen wir keine aggressiven Jugendlichen“, so Studer.

Das Rote Kreuz hat für die närrische Zeit vorgesorgt

Auch Uwe Weithmann, Leiter des Rettungsdienstes beim Kreisverband des Roten Kreuzes Neu-Ulm, weiß, dass auf ihn und sein Team in den nächsten Wochen einiges zukommen wird. „In den Hochburgen wie Weißenhorn haben wir in den vergangenen Jahren viele Probleme durch Alkohol erlebt.“

Für heuer hat das Rote Kreuz vorgesorgt. Die Ehrenamtlichen der Bereitschaft Weißenhorn stellen an den Wochenenden und den Abenden zusätzlich drei Fahrzeuge auf Bereitschaft zur Verfügung, damit man im Notfall sofort startklar ist. „Das unterstützt den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst massiv“, sagt Weithmann. Zum Teil werde bei den Einsätzen der Notarzt benötigt, viele Betrunkene müssten über Nacht zur Ausnüchterung und Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

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