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BRK: Blutspendedienst zieht schon im September ein

BRK

Blutspendedienst zieht schon im September ein

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    Es gehörte ein wenig Vorstellungskraft dazu, um das bereits eingeschalte Mäuerchen als einen Teil der 2,1 Millionen Euro teuren neuen Katastrophenschutzhalle des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Landsberg auch als solches erkennen zu können. Bis zu deren Fertigstellung im November ist noch etwas Zeit, gestern Nachmittag aber wurde als Auftakt der Grundstein gelegt.

    Drei Jahre laufen bereits die Gespräche zwischen Kreisverbandsgeschäftsführer Andreas Lehner und dem Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner. Die Probleme an den bisherigen Standorten in der Ehrenpreisstraße nahmen zu, die Verhältnisse waren beengt, Fahrzeuge und Material in der Saarburgstraße standen in Garagen, die dem Landkreis gehören. Das soll nun durch den Neubau an der Celsiusstraße, unmittelbar neben Iwis-Ketten, der Vergangenheit angehören.

    In rekordverdächtiger Bauzeit soll dort eine 56 mal 21 Meter große und acht Meter hohe Katastrophenschutzhalle entstehen, die insgesamt 2,1 Millionen Euro verschlingen wird. 200000 Euro hatte Landrat Thomas Eichinger mitgebracht, als Zuschuss, aber nicht ganz uneigennützig, wie er verriet: „Wir werden heuer und im nächsten Jahr jeweils einen Abrollbehälter Betreuung anschaffen, die bei Katastrophen wie Bus- oder Zugunfällen oder Wetterereignissen zum Einsatz kommen.“ Diese beiden Behälter wird der Landkreis dann ebenfalls in der neuen BRK-Halle einstellen.

    Keinen Zuschuss oder Förderung leistet zwar der Blutspendedienst, doch wird er für regelmäßige Mieteinnahmen sorgen. Dessen Geschäftsführer Dr. Franz Weinauer: „Wir werden von Augsburg nach Landsberg umziehen, und das soll schon zum 1. September geschehen.“ Seit dem 1. April ist der Blutspendedienst, der ursprünglich beim Zentralklinikum in Augsburg untergebracht war, heimatlos geworden. Die Lösung sieht nun so aus, dass zwei Blutentnahmeteams nach Gersthofen (Landkreis Augsburg) gehen und zwei Teams in den Frauenwald kommen. Von dort aus, so Weinauer, werde man im benachbarten südlichen Regierungsbezirk Schwaben operieren.

    Für Landsberg bedeutet dies aber auch 14 neue Arbeitsstellen. „Wir suchen Mitarbeiter aus der Region, die für uns diese Aufgabe hier übernehmen“, gibt Franz Weinauer bekannt. Vor Ort werden lediglich die Fahrzeuge und das Material wie zum Beispiel Behältnisse für Blutkonserven und vieles andere mehr eingelagert. Die Mitarbeiter kommen dann täglich in die Celsiusstraße und rücken von dort in ihre Einsatzgebiete aus.

    Für den Blutspendedienst sind 450 der insgesamt 1250 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen. Den Rest wird der Kreisverband belegen. Das sind die 600 Quadratmeter große Fahrezughalle, die 120 Quadratmeter Lagerfläche auf einer Galerie, 280 Quadratmeter Sozialräume für die Bereitschaft und Katastrophenschutz. Räume sind noch für das Jugendrotkreuz und als Bürofläche vorgesehen.

    Für den Kreisverband Landsberg sei die neue Halle ein Kraftakt, aber auch etwas ganz Besonderes. Andreas Lehner: „Das passiert in der Regel nur alle 20 bis 30 Jahre, kommt also nicht allzu oft vor.“ Dennoch sei die Restsumme von 1,9 Millionen Euro, die der Verband selbst schultern müsse, eine große Herausforderung.

    Diese zu bewältigen, sei nur durch solides Wirtschaften und die große Unterstützung der vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter möglich, erklärte BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow. Landrat Thomas Eichinger brachte es abschließend auf den Punkt: „Der BRK-Kreisverband macht zum Wohle des Landkreises immer schon mehr, als gesetzlich notwendig wäre.“

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