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Flohmarkt: Faschingskostüme aus zweiter Hand

Flohmarkt

Faschingskostüme aus zweiter Hand

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    Passende Kopfbedeckung für den Fasching im EM-Jahr 2012 gefällig? Pater Aurelian spielt schon mal Model für Interessenten.
    Passende Kopfbedeckung für den Fasching im EM-Jahr 2012 gefällig? Pater Aurelian spielt schon mal Model für Interessenten. Foto: Foto: Julian Leitenstorfer

    St. Ottilien „Passt das als Elfe?“ In der provisorischen Garderobe im Gästehaus des Klosters St. Ottilien wird nicht nur probiert, sondern auch beratschlagt. Wer keine Freundin dabei hat, um eine Meinung zum gewählten Faschingsgewand zu bekommen, fragt einfach mal in die Runde. Als sehr wohl passend wird das hellblaue Tanzkleid befunden, vor allem mit passender Schminke und spitzen Ohren.

    Im Kloster in St. Ottilien ist heuer der erste Faschingsflohmarkt der Aktion Hoffnung, einer kirchlichen Hilfsorganisation des Bistums Augsburg. In mehr als 600 Pfarrgemeinden sammeln etwa 3000 ehrenamtliche Mitarbeiter Gebrauchtkleider ein. „Gesammelt wird beispielsweise an Wertstoffhöfen, erzählt Bfrigitte Kienle von der Aktion Hoffnung. Faschingskostüme, oder Kleidung, die als solche verwendet werden kann, landet zu Jahresbeginn immer in den Faschingsflohmärkten, die im Bistum ausgerichtet werden. So gibt es neben buntem Clownsgewand, Perücken, unzähligen sitzkegeligen Zaubererhüten auch Abendroben oder Dirndl aus verschiedenen Jahrzehnten.

    Gewiefte Flohmarktbesucher finden sich schon kurz vor der Öffnung ein, um als erste die Kleiderständer nach den besten Schnäppchen zu durchwühlen. Blusen und Accesoires kosten ein paar Euro, das kleine Schwarze oder ein Dirndl aus den 1920er Jahren können schon mal 15 oder 20 Euro kosten. Gehandelt wird nicht, schließlich geht das Geld an einen guten Zweck. Jahresprojekt ist heuer die Schulausbildung für Kinder in einem Slum auf den Philipinen.

    Veranstalter vor Ort können aber auch ihre eigenes Hilfsprojekt welches Kinder oder Jugendlichen zu Gute kommt, wählen: „Die Einnahmen gehen an das Kindermissionswerk Las Torres in Venezuela“, erzählt Pater Aurelian Feser. Den Kindern werde Schule und Ausbildung ermöglicht, erzählt Pater Aurelian. Pater Aurelian organisiert jetzt in St. Ottilien das Gästehaus, kennt aber Sammelaktionen aus einer früheren Arbeit für die Mission. „Damals sind von den Sammlungen 20 Prozent an guter Kleidung geblieben.“ Pater Aurelian, der Menschen in Sebrenica mit Kleidung unterstützte, hatte immer das Problem, dass der Transport der Ware teuer ist. Aktion Hoffnung erwirtschaftet sich über die Flohmärkte und den Verkauf in Second-Hand-Läden in Ettringen und Augsburg Gelder für Hilfsaktionen und auch den Transport von Gebrauchtkleidern zu den Hilfsbedürftigen.

    Wer Textilien in Entwicklungsländer bringt, muss sich immer auch über die Sinnhaftigkeit der Aktion Gedanken machen. Gedanken, die man sich bei Aktion Hoffnung offenbar macht, wie der Internetseite der Aktion zu entnehmen ist. Ob materielle oder finanzielle Unterstüzung der bessere Weg sei, sei je nach regionaler Lage, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und dem kulturellen Hintergrund beide Formen notwendig seien. Geprüft wird acuh, um die Kleiderexporte Einfluss auf die heimische Industrie nehmen. Aktion Hoffnung ist organisiert im Dachverband FairWertung, der Kriterien für Sozial- und umweltverträglichkeit vorgibt. Pater Aurelian weiß aus eigener Erfahrung in Sebrenica, dass er gebeten

    Termine Die nächsten Faschingsflohmärkte der Aktion Hoffnung sind am 4. Februar in Windach und in Landsberg

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