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07. Januar 2009 17:19 Uhr

Tot in der Güllegrube

Neue Details aus Penzing schocken die Einwohner

Fassungslosigkeit, Unverständnis und große Trauer lähmen den Alltag der Penzinger nach der schrecklichen Familientragödie auf einem Bauernhof. Neue Einzelheiten zum Tathergang schocken die Nachbarn besonders. Von Dieter Schöndorfer Von Dieter Schöndorfer

Von Dieter Schöndorfer

Penzing/Augsburg. Die schreckliche Familientragödie von Penzing (Landkreis Landsberg) schockt die Einwohner. Nachdem der Sohn (34) gestanden hat, dass er seine Eltern am vergangenen Sonntagabend mit einer Axt erschlagen hatte, wurden weitere Details der Tat bekannt.

So hat der Sohn den Doppelmord bereits von langer Hand geplant. Denn das Vieh des elterlichen Hofes, wo vorwiegend Milchwirtschaft betrieben wurde, ist bereits verkauft. Wie Bürgermeister Johannes Erhard fassungslos berichtete, fuhren am Mittwochabend Autos mit Anhängern auf dem Hof vor, um die Milchkühe zum Schlachter zu transportieren.

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Auch im Dorf unter Freunden und Bekannten herrschen Ratlosigkeit und Entsetzen. Dass es Streitigkeiten zwischen Eltern und Sohn gab, wollen Nachbarn nicht gewusst haben. Dazu habe die Familie, zu der auch noch eine verheiratete Tochter gehört, zu zurückgezogen gelebt. Altbürgermeister und Nachbar Ottmar Mayr: "Es war für uns als nahe Nachbarn dennoch nichts zu bemerken. Wir haben in dem Haus jedenfalls nie jemanden streiten oder schimpfen hören." Dass der Sohn ein kleines, uneheliches Kind habe, war im Ort größtenteils bekannt, doch war der 34-Jährige mit der Mutter des Kindes nicht mehr zusammen.

Bürgermeister Johannes Ehrhard kennt den Sohn schon seit der Einschulung. "Er war ein lieber Bub." Vor einiger Zeit hatte der Vater dem 34-Jährigen den Betrieb übergeben. "Der Unternehmer war der Sohn."

Das ganze Ausmaß der schrecklichen Tat auf dem Bauernhof in Penzing war aus einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Augsburg und des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord hervorgegangen. Der Sohn habe seine Eltern mit einem Beil erschlagen und in die Güllegrube geworfen.

"Allgemeine Meinungsverschiedenheiten" führten wohl zu der Tat, die er schon seit Längerem geplant hatte. Der Mann ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Augsburg dringend des zweifachen Mordes verdächtig. Der 34-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Am Donnerstagabend findet um 19 Uhr in Penzing die Beisetzung mit Rosenkranz statt.

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