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Kommentar: Achtung Baustellen!

Kommentar

Achtung Baustellen!

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    Achtung Baustellen!
    Achtung Baustellen!

    Volkswagen hat ein Ziel klar im Auge: Der Wolfsburger Konzern will möglichst schnell die Nummer eins der Autohersteller werden. Um das zu erreichen, setzt Martin Winterkorn nicht zuletzt auf Suzuki. Denn im kommenden Wachstumsmarkt Indien sind die Japaner bestens aufgestellt. Der Anteil von Volkswagen ist hier bedeutungslos. Wer Weltmarktführer werden will, muss künftig aber auch im Bereich Billig-Autos vorne mit dabei sein. Denn dieses Segment gehört zu den am schnellsten wachsenden. Vor allem in Indien und verschiedenen anderen asiatischen Staaten wie Vietnam erwarten die Experten einen Boom. Nun aber sind die Japaner verärgert und wollen sich von Volkswagen trennen, weil sie das Gefühl haben, von ihrem deutschen Partner von oben herab behandelt zu werden.

    Winterkorn sollte das „Problem Suzuki“ schnellstmöglich einvernehmlich lösen. Denn auch das „Problem Porsche“ ist noch nicht vom Tisch. Und ein Blick in die Automobil-Historie zeigt: Wer zu viele offene Baustellen hat, verliert schnell den Überblick. Auf eine feindliche Übernahme von Suzuki zu setzen, wäre zwar nicht gerade Harakiri, gefährlich aber schon. Denn die Erfahrung zeigt, dass derartige Manöver entweder viel Geld kosten oder aber scheiterten.

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