Zu allem Überfluss versuchen auch noch Terroristen, mit Attentaten das Land zu destabilisieren.
Wenn die US-Intervention das Ziel hatte, dem Zweistromland eine funktionierende Demokratie zu bringen, ist sie gescheitert. Das terroristische Saddam-Regime wurde zwar zerschlagen, aber gleichzeitig ist die Büchse der Pandora geöffnet worden: Politische Machtkämpfe, Chaos und Terror prägen heute das Leben der Menschen an Euphrat und Tigris. Die demokratischen Institutionen erscheinen schwach und kaum lebensfähig. Es klingt wie Hohn, wenn US-Präsident Barack Obama seinen Wählern dennoch weismachen will, der Irak sei ein „stabiles Land“.
In Wahrheit greifen jetzt die jahrzehntelang unterdrückten Schiiten nach der Macht, unterstützt vom Nachbarn Iran. Dabei wäre die Aussöhnung zwischen Schiiten und Sunniten der einzig mögliche Ausweg. Denn nur gemeinsam können sie den Hauptfeind aller irakischen Bürger, den Terrorismus, besiegen.