Ein unangenehmes Fazit bei der Aufklärung der Mordserie der rechtsextremistischen Thüringer Terrorzelle steht von Anfang an fest: Die Ermittler haben letztendlich versagt, weil sie trotz vieler Anhaltspunkte dem Terror-Trio binnen dessen Jahre währenden Mordzugs nicht auf die Spur kamen. Sie deuteten bis zum tödlichen Ende der Flucht nach einem Bankraub viele Spuren schlicht falsch.
Fairerweise muss man der über alle Jahre mit großem Einsatz arbeitenden Sonderkommission aber auch eines zugutehalten: Selbst dann, wenn die Ermittler aus all den unzähligen Ansätzen, Hypothesen und Spuren die richtigen Schlüsse gezogen hätten, ist es auch im Rückblick höchst fraglich, ob die Polizei auch nur einen einzigen Mord hätte verhindern oder die Fanatiker in ihrem Unterschlupf hätte aufspüren können.
Dennoch ist es richtig, dass der Untersuchungsausschuss nun endlich an die Öffentlichkeit bringt, was bei den Ermittlungen schieflief. Denn die Hauptfrage ist offen: warum die Behörden die Gefahr von Rechts unterschätzt haben.