Das Tsunami-Warnsystem in Südostasien funktioniert. Alles Menschenmögliche wurde getan, damit es nie wieder zu einer verheerenden Katastrophe wie 2004 kommen wird. Von Andrea Kümpfbeck

Weihnachten 2004. Ein Seebeben vor Sumatra verursacht mit einer Stärke von 9,1 eine der verheerendsten Tsunami-Katastrophen der Geschichte. Fast eine Viertelmillion Menschen reißt die mörderische Welle an den Küsten rund um den Indischen Ozean in den Tod. Diese Naturkatastrophe war ein Schock für die Welt – auch deshalb, weil sie viele der Länder völlig unvorbereitet traf.
Seither ist viel geschehen. Die Küstenbewohner in Indonesien, Thailand, Sri Lanka oder Sumatra sind über die Gefahren eines Seebebens aufgeklärt. Es gibt Rettungswege, Rettungstürme, Lautsprecherdurchsagen. Mit großzügiger deutscher Spendenhilfe ist in Indonesien ein Warnsystem aufgebaut worden – federführend entwickelt vom Potsdamer Geoforschungszentrum. Erst im vergangenen Jahr wurde die Technik an Indonesien übergeben.
Und sie funktioniert. Blitzschnell hatte die indonesische Erdbebenwarte eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Die Menschen waren binnen Minuten in Alarmbereitschaft – und auf der Flucht. Ein Tsunami ist zum Glück ausgeblieben. Doch jetzt wissen wir, dass alles Menschenmögliche getan ist, damit es nie wieder zu einer derart verheerenden Katastrophe wie 2004 kommen wird.
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