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Die Werbe-Kuh

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Die Werbe-Kuh

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    Die Werbe-Kuh
    Die Werbe-Kuh

    Die Tierretter von Gut Aiderbichl haben alles getan, um das flüchtige Rindvieh Yvonne aufzuspüren. Sie haben mit einer ganzen Horde von Kuh-Suchern das Waldstück bei Zangberg durchkämmt. Dann haben sie den Spür-Dackel Mirko ins Unterholz geschickt, der die schlaue Kuh auch nicht finden konnte. Mit dem Hubschrauber haben sie Yvonne gejagt, mit der Wärmebildkamera und auf Quads. Ihre Schwester Waltraud sollte sie anlocken, dann eine Fressfalle und der Stier Ernst, der in Wirklichkeit ein Ochse war.

    Kein Aufwand ist den Tierschützern zu groß, keine Idee zu verrückt – für diese eine Kuh. Dazwischen gibt es immer wieder ein verwackeltes Handy-Foto oder einen Augenzeugen, der Yvonne kurz erspäht hat. Doch sie ist und bleibt verschwunden. Jetzt ist so eine Kuh aber kein Goldhamster, der sich im Dickicht verschlupft. Yvonne hat gut und gerne 650 Kilo Lebendgewicht und besitzt sicher keine Tarnkappe, mit der sie sich unsichtbar machen kann.

    Der Verdacht drängt sich auf, dass man Yvonne gar nicht fangen will. Sondern dass Gut Aiderbichl die großherzige Suche nach der Kuh als riesige Spenden- und Werbe-Aktion benutzt. Auffallend ist, wie ausgiebig und professionell die medienerfahrene Tierschutzinitiative jeden einzelnen Rettungsversuch vermarktet. Und je länger Yvonne auf der Flucht ist, desto häufiger kann Michael Aufhauser als Gründer von Gut Aiderbichl für sich und seine inzwischen 20 Gnadenhöfe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Frankreich die Werbetrommel rühren – und dabei viel, viel Geld sammeln.

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