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Kommentar: Es wird eng

Kommentar

Es wird eng

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    Birgit Holzer
    Birgit Holzer

    Für Nicolas Sarkozy kommt es in diesen Tagen ganz dick. Dass ihm Marine Le Pen die Unterstützung verwehrt, dürfte ihn ernsthaft treffen. Sarkozy ist in der Stichwahl gegen den Sozialisten Hollande auf Wechselwähler angewiesen – Le Pens rechtsextreme Partei hat im ersten Wahlgang knapp 18 Prozent der Stimmen erreicht.

    Zudem sind einige „Stinkbomben“ geplatzt. So hat jedenfalls Sarkozy die jüngsten Anschuldigungen gegen ihn genannt. Es war wohl kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt gemeldet wurde, der libysche Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi habe angeboten, Sarkozys Wahlkampf 2007 zu unterstützen. Der Verdacht ist nicht neu. Belegen lässt sich nichts, doch schon der Vorwurf genügt, um den ohnehin wankenden Präsidenten zu destabilisieren. Dabei kommt ein anderer Verdacht – ebenfalls unbewiesen – erstaunlich wenig zur Sprache: Die Milliardärin und L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt soll Sarkozy 2007 illegale Wahlkampfhilfe geleistet haben. Ex-Arbeitsminister Eric Woerth stürzte über den Skandal, Bettencourts ehemaliger Vermögensverwalter sitzt in Haft.

    Sollte Sarkozy die Wahl verlieren, drohen auch ihm Ermittlungen. Der Prozess gegen Ex-Präsident Chirac, der wegen Korruption verurteilt wurde, hat gezeigt, dass die Justiz keine Rücksicht mehr auf Staatsmänner nimmt.

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