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Börse: Gebrannte Kinder

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Gebrannte Kinder

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    Gebrannte Kinder
    Gebrannte Kinder

    Gebrannte Kinder scheuen das Feuer. Zu viele Anleger hatten sich im Börsen-Desaster der Jahrtausendwende die Finger verbrannt. Der Argwohn gegenüber den hochfliegenden Technologie-Titeln ist menschlich verständlich. Gerechtfertigt ist er (noch) nicht.

    Zwar mehren sich Anzeichen, dass eine neue Internet-Blase entstehen könnte. Das Kursfeuerwerk bei der Online-Kontaktbörse Linkedin ist in der Tat zu schön, um wahr zu sein. Und Microsoft hat unlängst für einen wenig profitablen Internet-Telefondienstleister irrwitzige Summen bezahlt.

    Aber als Vorboten für die ganz große Sause taugen diese beiden Beispiele nicht. Linkedin verdoppelte seinen Wert zum Börsenstart auch deshalb, weil Investoren in internetbasierten Geschäftsmodellen eine spannende Zukunft sehen.

    Zugegeben: Diese Chancen schlagen sich in den Bilanzen bislang nicht nieder. Die Firmen besitzen aber unschätzbares Kapital: Millionen Menschen lieben ihre „sozialen“ Netzwerke und füttern sie gratis mit Daten. Das zieht Investoren an. Ob am Ende viele Dollars herausspringen, weiß man vorher nie. Es ist jedenfalls nicht verwerflich, darauf zu spekulieren.

    Der Blick auf die insgesamt grundsoliden Märkte verträgt ein wenig mehr Gelassenheit. Panik ist auch auf dem glatten Börsen-Parkett ein schlechter Ratgeber.

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