Mittlerweile ist aus dem Online-Einzelhändler das weltweit führende Internet-Versandhaus geworden. Und ein ertragreicher Konzern dazu: 1,15 Milliarden Dollar Gewinn machte das virtuelle Kaufhaus zuletzt mit Büchern, Elektronik, Schmuck und Lebensmitteln.
Wer als Kunde bei Amazon bestellt, geht davon aus, dass sein Päckchen nach wenigen Tagen ankommt. Vorrätige Artikel werden innerhalb von 24 Stunden verschickt, heißt es in den Lieferbedingungen. Für die Versandabteilungen ist das Schwerstarbeit – etwa, wenn an Spitzentagen vor Weihnachten 374 Lastwagen die vier deutschen Logistikzentren in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen verlassen.
Der Blick auf die Landkarte zeigt, was dem aufstrebenden Versandhändler gefehlt hat: eine Verteilstation im Süden der Republik. In Graben ist Amazon fündig geworden. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Discountern Lidl und Aldi entsteht nun ein Netzwerk für Logistik. Und es erweist sich als klarer Standortvorteil, dass mit dem durchgängigen Ausbau der B17 auch die Verkehrsadern A96 und A8 schneller erreichbar sind.